Köstinger ruft zu außerordentlichem Zivildienst auf

Um während der Corona-Herausforderung Engpässe im Gesundheits- und Pflegebereich abzufedern, setzt die Bundesregierung auf den verstärkten Einsatz von Zivildienern. Dazu ruft Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger den „außerordentlichen Zivildienst“ aus: Ehemalige Zivildiener können sich freiwillig melden, aktuelle werden verlängert.

Österreich befindet sich durch die Verbreitung des Coronavirus in einer absoluten Ausnahmesituation. Um Engpässe - insbesondere in der Pflege- und Sozialbetreuung sowie im Rettungs- und Krankenwesen – bewältigen zu können, werden nun verstärkt Zivildiener mobilisiert. Dazu ruft Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger den „außerordentlichen Zivildienst“ aus, der im Zivildienst-Gesetz für entsprechende Situationen vorgesehen ist.

Appell an ehemalige Zivildiener, sich freiwillig zum außerordentlichen Zivildienst zu melden!

„Ihr Land braucht Sie! Bitte melden Sie sich freiwillig und leisten Sie noch einmal Dienst für unsere Gesellschaft. Jede helfende Hand wird gebraucht“, appelliert Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger.

 

Wer sich freiwillig melden möchte, kann sich an eine Hotline der Zivildienstserviceagentur wenden. Auf der Website der Zivildienstserviceagentur www.zivildienst.gv.at stehen alle Kontaktmöglichkeiten bereit.

 

Nach Bedarf werden zusätzlich Zivildiener der letzten 5 Jahre angesprochen.

Zusätzlich steht die Möglichkeit im Raum, dass bei Bedarf gezielt ehemalige Zivildiener der letzten 5 Jahre angesprochen werden, sich erneut zum Zivildienst zu melden. Vorrangig geht es dabei um Zivildiener, die in den derzeit wichtigsten Bereichen eingesetzt waren: Rettungsdienst, Pflege-, Gesundheitsbereich, Alten-, Behindertenbetreuung.

 

Verlängerung aktueller Zivildiener

Zusätzlich zur Rekrutierung ehemaliger Zivildiener wird die Dienstzeit von derzeit eingesetzten Zivildienern verlängert.

Geplant ist auch, Zivildiener, die derzeit oder in Kürze im Einsatz sind, an Stellen zu versetzen, wo besonderer Bedarf besteht. Beispiel: Wenn ein Zivildiener eine Zuweisung für einen Kindergarten hätte, diese aber geschlossen ist, wird er stattdessen einer anderen Einrichtungen zugewiesen – z.B. Altersheim.

Zusätzlich können Antrittstermine von Zivildienern vorgezogen werden. Bis zu hundert Zivildiener, die im Juni/Juli ihren Antritt haben, können bereits im Mai einberufen werden. Davon ausgenommen sind Maturanten.

Die Umsetzung wird durch Erlassung von Abänderungsbescheiden durch die Zivildienstserviceagentur erfolgen. Auf diese Weise kann auf die individuelle Lebens- und Ausbildungssituation eingegangen werden.

 

Kontakt:

  • Hotline für Freiwillige: 0800 500 183 (Montag bis Freitag von 09:00 bis 17.00 Uhr ausgenommen Karfreitag und Ostermontag)
  • Freiwillige können sich auch per Mail melden: zivildienst@bmlrt.gv.at
  • Hotline für allgemeine Fragen: 0800 500 184 bzw. 0800 500 185 (Montag bis Freitag von 09:00 bis 17.00 Uhr)

 

Weitere Informationen:

Auf der Website der Zivildienstserviceagentur.

 

Veröffentlicht am 15.03.2020, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)