Der Joint Danube Survey (2013)

Der Joint Danube Survey 3 war die weltweit größte wissenschaftliche Flussexpedition im Jahr 2013 und die bisher umfangreichste Untersuchung der gesamten Donau.

Die JDS-Messfahrten finden alle sechs Jahre statt und werden von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau – der IKSD – organisiert und koordiniert. Die ersten beiden Expeditionen fanden 2001 und 2007 statt.

2013 fuhren drei Forschungsschiffe sechs Wochen lang zwischen August und September 2.375 km von Kelheim in Deutschland flussabwärts bis zum Donaudelta.

Ein internationales Team aus 20 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen – darunter 7 aus Österreich - untersuchte 68 Probenstellen. Insgesamt waren bei der Vorbereitung und der Auswertung der Daten einige Hundert Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Verwaltung von 14 Donauländern beteiligt.

Untersucht wurden strukturelle und hydrologische Eigenschaften der Donau, sowie Biologie, Mikrobiologie und Chemie von Wasser, biologischen Proben und Sediment. Das Ziel des JDS war, in einer gemeinsamen Aktion der 14 beteiligten Donauländer einen einheitlichen Überblick über die Situation an der Donau zu gewinnen. Insgesamt wurden über 800 einzelne Parameter untersucht – diese Analysen gehen weit über die nationalen Standardmessprogramme, wie sie in der Wasserrahmenrichtlinie festgelegt sind, hinaus. Zusätzlich sollten neuartige wissenschaftliche Methoden getestet und eingesetzt werden.

Öffentlichkeitsarbeit war ein weiteres wichtiges Thema: Durch aktive Kommunikation, Medienarbeit und neun öffentliche Veranstaltungen während der Expedition konnte das Bewusstsein für den Gewässerschutz und die Arbeit der IKSD gesteigert werden.

Detaillierte Informationen und der wissenschaftliche Endbericht sind auf der Homepage der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau verfügbar.

Veröffentlicht am 30.03.2015, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/2)