Qualität der europäischen Badegewässer 2019 - Bericht der EU-Kommission

In der Badesaison 2019 wurden in Österreich 261 Badegewässerstellen untersucht. Alle Badestellen halten die strengen Qualitätsvorgaben der EU ein, wobei 257 Stellen (98,5%) sogar als „ausgezeichnet“ eingestuft worden sind. In der Badesaison 2018 betrug der Wert 97,3% und im Jahr davor 95,1%.

257 Stellen (98,5%) sind als „ausgezeichnet“ bewertet, drei Stellen (1,1%) sind als „gut“ eingestuft. Eine Badestelle am Wolfgangsee, St. Gilgen-Gamsjaga (Sbg.), wird seit 2017 beprobt und konnte deshalb noch nicht bewertet werden, da dafür Datenreihen von vier Badesaisonen vorliegen müssen. Das bedeutet, dass bei allen in Österreich untersuchten Badestellen die strengen Vorgaben der EU-Badegewässer-Richtlinie eingehalten werden. Die im Jahr 2019 261 in Österreich untersuchten Badestellen teilen sich wie folgt auf die Bundesländer auf: Burgenland 20, Kärnten 32, Niederösterreich 28, Oberösterreich 43, Salzburg 37, Steiermark 33, Tirol 35, Vorarlberg 16, Wien 17.

Österreich liegt mit diesem Ergebnis hinter Zypern an zweiter Stelle und erreicht hiermit seine beste Platzierung in diesem Ranking. Insgesamt wurden im Jahr 2019 22.295 Stellen in 30 Ländern untersucht; dies sind die 28 EU Mitgliedsstaaten zuzüglich Schweiz und Albanien. Damit ist Österreich das mit Abstand am besten gereihte Land, dessen Badegewässerstellen ausschließlich an Binnengewässern liegen. Der für Europa errechnete Durchschnittswert des Anteils von Badegewässerstellen, deren Badewasserqualität mit „ausgezeichnet“ bewertet wurde, liegt bei 84,6 %.  

Die Auswertung der Ergebnisse zur Badewasserqualität erfolgt seit 2013 nach angepassten Qualitätsparametern und nach einem adaptieren Auswertemodus:

  • Zur Bewertung werden die zwei Hygieneparameter „E. coli“ und „Intestinale Enterokokken“ herangezogen.
  • Die jährliche Bewertung der Badewasserqualität erfolgt auf Grundlage der Daten der letzten vier Badesaisonen.
  • Die Qualitätseinstufungen beruhen auf den vier Stufen „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ und „mangelhaft“.

Die Rechtsbasis für die europaweiten Erhebungen, deren Ergebnisse jährlich zu Sommerbeginn durch die EU-Kommission veröffentlicht werden, bildet die Richtlinie 2006/7/EG über die „Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung“.

Die Umsetzung der Badegewässer-RL liegt in Österreich in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Veröffentlicht am 08.06.2020, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/2)