Projekt zum Mehrwert von Gewässersanierungen geht in den Endspurt

Gemeinsam mit ExpertInnen aus der Verwaltung und der wasserwirtschaftlichen Praxis diskutierten WissenschaftlerInnen der Universität für Bodenkultur Wien den soziokulturellen Mehrwert von Gewässerlebensräumen nach Renaturierungen, sowie eine Methode, die diesen Mehrwert in Zukunft bewerten und sichtbar machen kann.

Im Rahmen des 2-jährigen Projektes "ResCules - Methodenentwicklung zur Evaluierung von Restaurationsmaßnahmen mittels kultureller Ökosystemleistungen", welches vom BMLRT gefördert wird, entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Institutes für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien eine praktikable Methode zur Erhebung und Bewertung kultureller Ökosystemleistungen revitalisierter Fließgewässerabschnitte. Diese Methode soll in Zukunft bei Monitoring- und Evaluierungsprozessen angewandt werden, um den soziokulturellen Mehrwert von Sanierungsmaßnahmen zu erfassen, zu bewerten und zu visualisieren.

 

Die Entwicklung der Methode ist bereits weit fortgeschritten. Sie wurde am 11. September 2020 in Wien vorgestellt und gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT), aus verschiedenen Bundesländern und aus der wasserwirtschaftlichen Planung diskutiert. Der Workshop ermöglichte spannende Diskussionen und lieferte wertvolle Informationen zur Verfeinerung der Methode und zu zukünftigen Einsatzmöglichkeiten in der Praxis. In einem nächsten Schritt wird die Bewertungsmethodik in das Projekt "Integrated River Solutions Austria - LIFE IP IRIS Austria" einfließen.

Veröffentlicht am 22.09.2020, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung I/7)