Republik Moldau übernimmt den Vorsitz der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD)

Am 30. Jänner 2020 hat die Republik Moldau den Vorsitz der IKSD für das Jahr 2020 übernommen und tritt somit die Nachfolge Ungarns an.

 

Für den neuen Präsidenten Dorin Andros sind die Hauptziele und höchsten Prioritäten für seine Amtszeit die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der IKSD mit einem Schwerpunkt auf Nicht-EU-Mitglieder, die Verringerung der Wasserverschmutzung im Donauraum, die Überwindung sektoraler Unterschiede und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen des Klimawandels. 

Neben der Umsetzung des aktuellen Maßnahmenprogramms und der Ausarbeitung des 3. Bewirtschaftungsplans für das Einzugsgebiet der Donau sind die nationalen Bewirtschaftungspläne für das Einzugsgebiet auszuarbeiten.

Die Sicherung bedeutender Investitionen für diese Projekte wird von entscheidender Bedeutung sein. "Eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der IKSD und Finanzinstitutionen kann daher eine Chance für mehr Investitionen bieten", sagte Präsident Andros in seiner Antrittsrede.

Solche Maßnahmen würden weitreichende Verbesserungen der Wasserbewirtschaftung bewirken. In Fortsetzung der jüngsten Bemühungen der IKSD ist auch die Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Agrarsektor von höchster Bedeutung. Zu den jüngsten Aktivitäten gehörte die Entwicklung eines „Leitfadens zur nachhaltigen Landwirtschaft“ sowie ein Workshop zum Thema „Wasser und Landwirtschaft“, der im November 2019 in Budapest stattfand. An dem Workshop nahmen Vertreter des Wasser- und Agrarsektors sowie der Zivilgesellschaft teil, um die sektoralen Bedürfnisse zu erörtern und Herausforderungen vor uns. Nur durch solche Maßnahmen können dauerhafte, nachhaltige und funktionsfähige grenzüberschreitende Lösungen erreicht werden.

Weitere spezifische Anliegen des künftigen moldauischen Ratsvorsitzes sind:

  • Die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts für die Wasserbilanz im Donaueinzugsgebiet, das auch auf den zuvor ausgearbeiteten Entwicklungen (EU Guidance and Scoping Study) basiert, um auf die Wasserknappheit zu reagieren, die durch die zunehmenden Dürreperioden aller Donauländer verursacht wird,
     
  • Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der IKSD und der EU-Strategie für den Donauraum, insbesondere in den Schwerpunktbereichen Priority Area 4 (Wasserqualität), Priority Area 5 (Umweltrisiken), Priority Area 6 (Artenvielfalt und Landschaft) usw. zum Nutzen ausgerechnet im Donauraum lebende Menschen.

„2020 wird ein wichtiges Jahr für die Daten- und Informationssammlung der Länder und ihre weitere Analyse zur Entwicklung der nächsten Zyklen des Bewirtschaftungsplans für das Einzugsgebiet der Donau und des Hochwasserrisikomanagementplans sein“, sagte Präsident Andros in seiner Eröffnungsrede. „Wir hoffen, dass unsere gemeinsamen Initiativen und Bemühungen auf jeden Fall zu sauberem Wasser und insgesamt zu einer besseren Donau-Umwelt führen werden, und lassen Sie mich versichern, dass die Republik Moldau ihr Bestes tun wird, um zu diesen Ergebnissen beizutragen“.

Nachdem das Jahr 2019 (ein Vierteljahrhundert seit Unterzeichnung des Donauschutzübereinkommens) einen 25-jährigen Meilenstein im Leben der IKSD markiert hat, möchte die Moldauische Präsidentschaft das neue Jahrzehnt mit dem Schwerpunkt auf dem Grenzübertritt in sektoraler und geografischer Hinsicht beginnen.

Dorin Andros gratulierte der IKSD zu ihrem bisherigen Erfolg und beschrieb sie als „weltweit anerkanntes erfolgreiches Beispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten“. Darüber hinaus wurde der scheidende ungarische Präsident Péter Kovács bei der Veranstaltung ausdrücklich dafür gewürdigt, während der äußerst arbeitsreichen Präsidentschaft im Jahr 2019 sehr viel erreicht zu haben. Herr Kovács wünschte seinem Vorgänger alles Gute und bedankte sich herzlich für die harte Arbeit seines Teams während seiner Präsidentschaft.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der IKSD.

Veröffentlicht am 05.02.2020, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/2)