LIFE for Danube Sturgeons

Störe zählen zu den am stärksten gefährdeten Fischarten der Welt. In der EU befinden sich an der Unteren Donau sowie im nordwestlichen Schwarzen Meer noch überlebensfähige, natürlich nachwachsende Störpopulationen. Das LIFE-Projekt strebt den nachhaltigen Schutz der Donaustöre durch Prävention und Bekämpfung von Wilderei und illegalem Wildtierhandel an.

Projektmanagement und -koordination: WWF Austria

Projektpartner: WWF Bulgarien, WWF Rumänien, WWF Serbien, WWF Ukraine, Danube Delta Biosphere Reserve Authority in Rumänien sowie IZW Leibnitz Institute for Zoo and Wildlife Research in Deutschland.
Projektgebiet: Österreich, Bulgarien, Deutschland, Rumänien, Serbien, Ukraine.

Projektdauer: 1. Oktober 2016 bis 31. Dezember 2020

Gesamtprojektkosten:  1.851.678,00 € (ca. 60 % EU-Zuschuss)

Projektnummer: LIFE15 GIE/AT/001004

 

Das Projekt
 
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erhaltung der bemerkenswertesten Fischarten der Donau: die Störe. Die Gründe für den Rückgang dieser Arten sind komplex, aber mangelndes Bewusstsein und mangelnde Informationen sind eine der Hauptursachen für die wichtigste, die Überausbeutung. Trotz strengem Rechtsschutz gefährden illegaler Fischfang und Handel mit Fleisch und Kaviar aus Wildstören immer noch die letzten Überlebenden dieser alten und legendären Fischarten.

Sieben Organisationen aus sechs Ländern arbeiten zusammen, um für einen besseren Schutz der Störe zu sorgen. Gemeinsam mit den Fischergemeinden werden alternative Einkommensquellen erforscht und erschlossen, um die Abhängigkeit von ehemals prestigeträchtigen, aber heute illegalen Aktivitäten zu verringern. Die Strafverfolgungsbehörden werden dabei unterstützt, Kapazitäten aufzubauen und ihren Kampf gegen Wilderei, Schmuggel und illegalen Handel zu verstärken. Darüber hinaus werden die Märkte für Kaviar- und Störfleisch genau beobachtet und über die gesetzlichen Anforderungen informiert.            

Ziele

Das Projekt soll dazu beitragen, Schäden in der EU und weltweit einzudämmen und rückgängig zu machen, insbesondere durch die Ergänzung der EU-Strategie für den Donauraum sowie des Programms zum Schutz von Donaustören "Sturgeon 2020" in den folgenden Abschnitten:

  • Kapazitätsaufbau und Strafverfolgung;
  • Sozioökonomische Maßnahmen zur Unterstützung des Störschutzes;
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Ein weiteres Hauptziel des Projekts ist die Marktforschung, um bessere Trends und Kundenverhalten zu verstehen. Letztendlich werden die jeweiligen Einzelhändler auf Gesetze aufmerksam gemacht, die verhindern, dass illegale Produkte auf den Markt gelangen.

 

Maßnahmen

"LIFE for Danube Sturgeons" zielt darauf ab, die Bedrohung stark gefährdeter Störe in der Region der Unteren Donau und des nordwestlichen Schwarzen Meeres durch illegale Fischerei und Handel zu stoppen. Die geplanten Aktivitäten des Projekts zielen darauf ab, den Status der Störarten deutlich zu verbessern. Dies geschieht durch eine verbesserte Durchsetzung von Gesetzen und Vorschriften durch die folgenden Aktivitäten:

  • Nationale Workshops zur Erleichterung der Vernetzung und des Erfahrungsaustauschs aller nationalen Stellen, die für die Umsetzung der Vorschriften für die Störfischerei, Aquakultur und den Handel zuständig sind;
  • Diskussionen über Probleme und bewährte Verfahren zur Verbesserung der Strafverfolgungs- und Ermittlungsverfahren;
  • Einladung zur Beteiligung von Strafverfolgungs- und Justizbehörden, um die wesentliche Zusammenarbeit der gesamten Durchsetzungskette zu stärken;
  • Ein regionaler Workshop mit Agenturen aus den Nachbarländern, um die entscheidende grenzüberschreitende Koordination und Zusammenarbeit zu fördern;
  • Schulungen, Studienbesuche, gezielte Informationspakete und Newsletter, um auf die Bedürfnisse der einzelnen Behörden einzugehen und das Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten der Beamten zu verbessern.

Darüber hinaus werden die Fischergemeinden aktiv unterstützt, da sie in unterschiedlichem Maße von den zu schützenden natürlichen Ressourcen abhängen. Die Projektaktivitäten zielen explizit auf die Lösung des Problems ab - die Wilderei von Stör trotz Fangbeschränkungen. Dies geschieht auf folgende Weise:

  • „Stör-Anwälte“ fungieren als Vermittler und sensibilisieren die Fischer für die Notwendigkeit des Störschutzes und der Einhaltung gesetzlicher Maßnahmen;
  • Es werden Geschäftspläne und konkrete Geschäftsfälle entwickelt, um alternative Einkommensquellen in den großen Fischergemeinden zu erschließen.
  • Einbeziehung der Fischer und anderer betroffener Interessengruppen in den Überarbeitungsprozess der Strafverfolgungsverfahren, um die Akzeptanz von Kontrollmaßnahmen und die Einhaltung der Rechtsvorschriften zu erhöhen. 
Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)