Management von Naturwäldern im Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark Kalkalpen umfasst das größte Waldschutzgebiet Österreichs. Ehemalige Fichtenforste wurden in naturnahe Wälder umgewandelt.

Projektgebiet: in Oberösterreich
Projektträger: Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen Gesellschaft
Dauer: 1999 bis 2003
Gesamtprojektskosten: 3.425.055,- € (EU-Zuschuss: 37 %)
Fläche: ca. 6.000 ha

 
Der Nationalpark Kalkalpen umfasst das größte Waldschutzgebiet Österreichs. Gemeinsam mit einigen Erweiterungsflächen ist das Waldschutzgebiet als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen. Dieses repräsentiert eines der letzten, großflächigen (ohne Dauersiedlungsräume!) erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.

In der Vergangenheit wurde das Gebiet intensiv genutzt:  Ein großer Teil der Wälder ist forstlich überprägt: Viele der ursprünglichen Laubmischwälder wurden durch Fichtenforste ersetzt, die auf den Karststandorten problematisch sind.

Im LIFE-Projekt wurden Fichtenforste in naturnahe Bestandestypen umgewandelt. Die wichtigste Maßnahme war das Waldmanagement um die Fichtenforste rasch in standortgerechte Waldgesellschaften zurückzuführen. Das Schalenwild (Verbiss!) wurde effizient reguliert und Almflächen beweidet. Mit diesen Maßnahmen konnten somit auch Moor-, Feucht- und Quellbiotopen sowie artenreiche Wiesen erhalten werden.
 
Alle Maßnahmen fanden in einem rund 6.000 ha großen, ehemals intensiv genutzten Teilgebiet des Nationalpark Kalkalpen statt. Die Maßnahmen wurden ständig kontrolliert und evaluiert. Dies erfolgte im Rahmen von Monitoringprogrammen, die im Gebiet bereits methodisch erprobt sind.
 
Ansprechpartner
DI Andreas Gärtner
Nationalpark Kalkalpen
Nationalparkl-Allee 1
4591 Molln
E-Mail: natur@kalkalpen.at
 

Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)