Vernetzung Donau-Ybbs

Die untere Ybbs ist Teil des Natura-2000-Gebietes „NÖ Alpenvorlandflüsse“, zu dem auch Melk, Mank und Pielach gehören. Das LIFE-Projekt „Vernetzung Donau-Ybbs“ setzte eine ehrgeizige Maßnahme zur Fischpassierbarkeit Donau und damit auch zur Verbindung der Niederösterreichischen Alpenvorlandflüsse über die Donau.

Projektgebiet: in Niederösterreich 
Projektträger: Land Niederösterreich
Partner: Austrian Hydro Power AHP und BMLFUW (Sektion VII)
Dauer: 01.07.2004 bis 30.06.2009
Gesamtprojektskosten: 3.150.771 € (EU-Zuschuss: 50 %)

Fläche: 1.604 ha
 
Das Projektgebiet umfasste die Donau beim Donaukraftwerk Melk sowie die Ybbsmündung.

Es wurden zwei große Maßnahmen umgesetzt: die Errichtung einer Fischwanderhilfe beim Donaukraftwerk Melk sowie die Umgestaltung der Ybbsmündung.
 
Die untere Ybbs ist Teil des Natura-2000-Gebietes „NÖ Alpenvorlandflüsse“, zu dem auch Melk, Mank und Pielach gehören. Die letztgenannten Flüsse wurden beim LIFE-Projekt „Lebensraum Huchen“ erfolgreich verbessert. Verbunden sind diese wichtigen Flüsse über die Donau, die allerdings mit dem Kraftwerk Melk eine große Barriere hatte. Flussab des Kraftwerkes schließt die Wachau an, wo im Rahmen des LIFE-Projektes "Wachau" (fisch-) ökologische Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt werden.
 
Das LIFE-Projekt „Vernetzung Donau-Ybbs“ setzte eine ehrgeizige Maßnahme zur Fischpassierbarkeit Donau und damit auch zur Verbindung der Niederösterreichischen Alpenvorlandflüsse über die Donau. Seit der Errichtung der Fischwanderhilfe beim Donaukraftwerk Melk ist der Austausch von Fischen zwischen Wachau und Ybbsfluss wieder möglich.
 
Im Bereich der Stauwurzel des Kraftwerks Melk liegt die Ybbsmündung. In diesem Bereich waren laut fischökologischen Untersuchungen große Potentiale für Verbesserungen vorhanden. Die Verbesserungen sollten in der Anlage von dynamischen Kieszonen und natürlichen Uferbereichen liegen. Hier wurde die Ybbsmündung durch Ablöse rechtsufriger Grundstücke und anschließender Aufweitung der Mündung im Ausmaß von etwa 5 ha umgestaltet.

Der bestehende Radweg wurde landeinwärts zur Straße verlegt. Teile der heutigen Ufer blieben als Inseln bestehen. Die Ybbs fließt nun im Mündungsbereich durch mehrere Aufzweigungen, allerdings mit einem Hauptbett der Donau zu. 
 
Ansprechpartner:
DI. Dr. Thomas Kaufmann
freiwasser
Währingerstraße 135/18
1180 Wien
E-Mail: kaufmann@freiwasser.at
 

Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)