Bärenschutzprogramm Österreich

Die Rückkehr der Bären, der in der Europäischen Gemeinschaft als prioritäre Art eingestuft ist, bedeutete eine Trendwende im Naturschutz.

Projektgebiet: in Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten
Dauer: 1995-1998
Projektträger: WWF Österreich, unter Beteiligung des BMLFUW
Gesamtkosten: 916.000 € (EU-Zuschuss: 75 %)

 
Die Rückkehr der Bären, der in der Europäischen Gemeinschaft als prioritäre Art eingestuft ist, bedeutete eine Trendwende im Naturschutz: Schwierigen Tierarten wurde ein Lebensrecht in der vom Menschen besiedelten Kulturlandschaft eingeräumt. Nach der Ausrottung der Bären in Österreich im vorigen Jahrhundert, gelang es durch die seit 1989 laufende Bärenschutzinitiative, bis 1995 wieder eine Population von 20-25 Bären aufzubauen. Damit entstanden allerdings neue Probleme: Einzelne Tiere kommen dicht an Siedlungen heran, es gab Schäden, vor allem in der Imkerei und in der Landwirtschaft. Mit Hilfe des LIFE-Projekts konnte ein Managementplan erarbeitet werden, der die Ziele und Leitlinien für den Bärenschutz in Österreich vorgibt.

Ziel des LIFE-Bärenschutzprojekts war die Habitatsicherung, die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die Schulung von Fachleuten, die Information der Bevölkerung, Schadensvorbeugung und -regelung und die Bärenkontrolle.

 

Wichtigster Punkt war die Sicherung der Akzeptanz der Bevölkerung für die Rückkehr der Bären. Die verschiedenen Interessensgruppen waren daher in die Erstellung des Managementplans eingebunden.Das Programm wurde von der Arbeitsgemeinschaft Braunbär LIFE durchgeführt, die aus dem WWF Österreich, der Wildbiologischen Gesellschaft München und dem Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur besteht.
 
Ansprechpartner:
Norbert Gerstl
WWF Österreich
Projektleiter Braunbär
Ottakringerstrasse 114-116
A-1160 Wien
E-Mail: norbert.gerstl@wwf.at
 

Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)