Murerleben

Die Obere Mur zählt zu den ökologisch wertvollsten Flussstrecken Österreichs. „Murerleben“ war bereits das zweite LIFE-Natur-Projekt, dass an der Oberen Mur durchgeführt wurde.

Gemäß den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden an sieben Gewässerabschnitten der Mur bedeutende Schritte zum Erhalt der Artenvielfalt, zur dynamischen Gewässerentwicklung sowie zur Verbesserung des passiven Hochwasserschutzes gesetzt.

Das im Wesentlichen intakte Lebensraumangebot in der Oberen Mur ermöglicht dem  dem Huchen, eine natürliche Reproduktion. Dennoch sind an der Oberen Mur durch den Gewässerausbau und die Nutzungsintensivierung im Talraum Auswirkungen feststellbar, die den Fortbestand der Lebensräume und Arten bedrohen. Beispielsweise war aufgrund dieser Entwicklungstendenzen in den letzten Jahren ein Rückgang des Huchenbestandes festzustellen.

Im Rahmen von „Murerleben“ werden an einigen  Abschnitten der Mur wieder flusstypische Strukturen geschaffen oder initiiert, wie z.B. Nebenarme, Schotterbänke, Flachufer, Auwälder und Autümpel, Diese werden bewusst in Nähe der bereits umgesetzten Maßnahmen ausgewählt, um eine Verstärkung des Gesamtprojektes zu erlangen.

Um den Erfolg des Projektes zu dokumentieren und sicherzustellen, werden die Maßnahmen in einem Monitoringprogramm wissenschaftlich untersucht.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger  Bestandteil des Projektes. So wird über Presseaussendungen, Folder und der Projekt-Homepage die Bevölkerung über das Projekt informiert. Zusätzlich sind Schulprojekte, Veranstaltungen und die Produktion eines Films geplant.

Projektgebiet: Das NATURA-2000 - Gebiet "Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen" ist der geographischen Rahmen des Projektes. Die Obere Mur gilt als eine der ökologisch wertvollsten Flussstrecken Österreichs.
 

Dauer: 2010 - 2016


Gesamtprojektkosten: rund 2,8 Millionen EURO, wovon 50% von der EU finanziert werden.

Projektträger: Land Steiermark unter Beteiligung der Gemeinden, Fischereiberechtigten sowie das BMLFUW.

Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)