Biotopvernetzung – Netze des Lebens (Wildkatze)

Der Nationalpark Thayatal führte in den Jahren 2010 bis 2012 eine österreichweite Kommunikationsoffensive zur Förderung der Wildkatze und der Waldvernetzung durch. 

Unter der Projektleitung des BUND Deutschland schlossen sich fünf BUND Landesorganisationen, das Helmholtz - Zentrum für Umweltforschung und der Nationalpark Thayatal zu einer Projektgemeinschaft zusammen, um die Aufmerksamkeit auf das Thema "Biotopvernetzung" zu lenken.  Anhand der Lebenssituation der Wildkatze wurde im Rahmen des LIFE- Kommunikationsprojektes „Biotopvernetzung – Netze des Lebens“ die Wichtigkeit der Vernetzung von Waldlebensräumen aufgezeigt.

Da über die tatsächliche Verbreitung der Wildkatze in Österreich noch zu wenig bekannt ist, wurden in Österreich keine Vernetzungsmaßnahmen sondern  folgende Tätigkeiten durchgeführt:

  • Aufbau eines österreichischen Wildkatzennetzwerkes mit Schwerpunkt in jenen Gemeinden, in denen Wildkatzen gesichtet werden. Neben der gezielten Einbindung der Stakeholder wurde die breite Öffentlichkeit durch die Gestaltung von Vorträgen, Präsentation einer Wildkatzen-Ausstellung, Berichterstattung und Fragebogen-Aktion in Gemeindenachrichten angesprochen.
  • Erweiterung der Homepage www.wildkatze-in-oesterreich.at und Ergänzung durch einen Wildkatzen-Newsletter.
  • Durchführung einer jährlichen Fachtagung zur Vernetzung der österreichischen Aktivitäten in Hinblick auf Wildkatzenschutz und Waldbiotopverbund.
  • Gestaltung einer Wildkatzen-Ausstellung zur Situation der Wildkatze in Österreich und zur Problematik der Lebensraumzerschneidung.
  • Zusammenarbeit mit anderen Wildkatzenprojekten - zur Koordinierung der österreichweiten Aktivitäten wurde die "Plattform Wildkatze" ins Leben gerufen.

Projektgebiet: Deutschland und Österreich

Projektträger: BUND Deutschland unter Beteiligung von fünf BUND Landes Organisationen, des Helmholtz- Zentrums für Umweltforschung und des Nationalparks Thayatal

Dauer: 2010-2012

Kosten: 1.936.000 € (50% EU)

Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)