Welt-Feuchtgebietstag

 „Das Leben gedeiht in Feuchtgebieten“ so lautete das Motto des heurigen „Welt-Feuchtgebietstags. „Feuchtgebiete leisten wichtige ökologische Aufgaben. Sie tragen zur Sicherung unseres Trinkwassers und zum Schutz vor Hochwasser bei. Feuchtgebiete haben als Kohlenstoff-Speicher eine wichtige Funktion beim Klimaschutz. Österreich zeigt eine vorbildliche Umsetzung des internationalen Feuchtgebiets-Abkommens.

Feuchtgebiete wie Flüsse, Bäche, Teiche, Seen, Auwälder, Moore, Feuchtwiesen und Quellen sind für einen gesunden Wasserhaushalt unverzichtbar. Sie filtern Schadstoffe für reines Trinkwasser und speichern weltweit rund 30 Prozent des landgebundenen Kohlenstoffs. Für 2020 stehen aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus rund 10 Millionen Euro für ökologisch orientierte Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung, die auch den Feuchtgebieten zugutekommen.

Vor 37 Jahren trat Österreich der „Ramsar Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten bei. Ein wichtige Entscheidung und internationaler Bedeutung für den Lebensraum Wasser- und Watvögel.

Heute existieren in Österreich bereits 23 Ramsar-Gebiete mit einer Gesamtfläche von rund 1.200 km². Darunter befinden sich auch Flusslandschaften wie die Obere Drau oder der Nationalpark Kalkalpen. Das Gebiet des Nationalparks Donau-Auen war von Beginn des österreichischen Beitritts an bereits Ramsar-Gebiet. und hat damit eine nachhaltige Entwicklung und die Aufrechterhaltung der Biodiversität dieses Raumes garantiert. In fast allen österreichischen Ramsar-Gebieten sind bereits Pflegepläne in Umsetzung. Jene Gebiete, die für den naturnahen Tourismus von Bedeutung sind, verfügen über Informationsstellen bzw. Besucherzentren.

171 Länder sind der Ramsar Konvention seit ihrer Gründung in der iranischen Stadt „Ramsar“ am Kaspischen Meer im Jahr 1971, beigetreten. Diese haben bereits 2.375 Gebiete mit einer Fläche von 254 Millionen Hektar nominiert. Durchschnittlich kommt alle zwei Tage ein weiteres Ramsar-Gebiet hinzu. Die Ramsar-Konvention ist bisher das einzige internationale Abkommen, das sich mit einem speziellen Lebensraum, nämlich den Feuchtgebieten befasst. Sie trägt mit ihren Maßnahmen wesentlich dazu bei, bis 2020 und darüber hinaus den Verlust an Biologischer Vielfalt, insbesondere bei Binnengewässer-Ökosystemen und Feuchtgebieten, signifikant zu reduzieren.

 

Veröffentlicht am 01.04.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)