Naturgefahrenmanagement 2016 in Tirol: Mehr als 66 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen

Dieses Jahr werden in Tirol zum Schutz vor Naturgefahren rund 66.4 Millionen Euro investiert.

Na­tur­ge­fah­ren­ma­nage­ment hat ge­ra­de in Tirol mit sei­nem hohen An­teil an al­pi­nem Ge­län­de einen be­son­de­ren Stel­len­wert, wenn es um die Si­cher­heit von Mensch, Ei­gen­tum und In­fra­struk­tur geht. Daher in­ves­tiert die Öf­fent­li­che Hand auch heuer wie­der Mil­lio­nen­be­trä­ge in den Schutz vor Na­tur­ge­fah­ren. Das ge­sam­te In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men be­trägt in die­sem Jahr 66,4 Mil­lio­nen Euro. Das Geld kommt vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Land- und Forst­wirt­schaft, Um­welt und Was­ser­wirt­schaft, dem Land Tirol und zu einem klei­nen Teil auch von den be­trof­fe­nen Ge­mein­den.

Der größ­te Bro­cken fällt mit 37,6 Mil­lio­nen Euro auf den Schutz vor Wild­bä­chen und den Hoch­was­ser­schutz.18 Mil­lio­nen Euro sind für die Er­hal­tung des Schutz­wal­des vor­ge­se­hen und 7 Mil­lio­nen Euro für den La­wi­nen­schutz. In den Ero­si­ons- und Stein­schlag­schutz flie­ßen lan­des­weit 3,7 Mil­lio­nen Euro.

Hoch­was­ser­schutz im Fokus

Im Jah­res­pro­gramm Na­tur­ge­fah­ren­ma­nage­ment steht auch 2016 der Hoch­was­ser­schutz im Zen­trum. Die Zu­sam­men­ar­beit von WLV und Schutz­was­ser­wirt­schaft des Lan­des Tirol wird dabei groß ge­schrie­ben, z.B. soll im Rah­men einer ge­mein­sa­men Stu­die eru­iert wer­den, ob es Mög­lich­kei­ten zum Hoch­was­ser­rück­halt im Ge­bir­ge gibt und wel­che Aus­wir­kun­gen dies auf die Hoch­was­ser­si­tua­ti­on im Inn haben könn­te. Die Stu­die zur al­pi­nen Re­ten­ti­on wird von Prof. Gün­ter Blöschl von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien, In­sti­tut für Was­ser­bau und In­ge­nieur­hy­dro­lo­gie, durch­ge­führt. Die Er­geb­nis­se sol­len bis zum Jah­res­wech­sel 2016/2017 vor­lie­gen.

Eines der gro­ßen lau­fen­den Pro­jek­te ist die Wie­der­her­stel­lung des Hoch­was­ser­schut­zes an der Me­lach in Sell­rain, der 2016 ab­ge­schlos­sen wird. Um­fang­rei­che Bau­vor­ha­ben ste­hen im Be­reich der Wild­bach­ver­bau­ung und des La­wi­nen­schut­zes auf dem Pro­gramm um be­stehn­de Schutz­bau­wer­ke an tech­ni­sche und öko­lo­gi­sche Er­for­der­nis­se an­zu­glei­chen

Ver­jün­gung des Schutz­wal­des

Ein zen­tra­les Hand­lungs­feld für die Lan­des­forst­di­rek­ti­on sind der Alt­holz­ab­bau und die Ver­jün­gung des Schutz­wal­des, sowie ge­mein­sam mit der WLV die Auf­fors­tung und Pfle­ge von Schutz­wäl­dern in Ein­zugs­ge­bie­ten und Ob­jekt­schutz­wäl­dern.

Veröffentlicht am 11.03.2016, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/6)