84 Hochwasserschutzprojekte genehmigt

Bei der 75. KOSI (Kommissionsitzung für die Wasserwirtschaft) wurden für den Hochwasserschutz 84 Projekte mit einem Bundesförderungsanteil von 19 Mio. € genehmigt.

Hochwasserschutz am Zickenbach in der Gemeinde Oberwart und Marktgemeinde Rotenturm

Zum Schutz des Ortsteiles Eisenzicken der Gemeinde Unterwart ist die Errichtung eines Retentionsbeckens mit einem Volumen von rd. 490.000 m³ geplant. Unter Berücksichtigung der bereits realisierten Rückhaltebecken in den Zubringerbächen im Oberlauf wird ein auftretendes 100-jährliches Hochwasser (HQ100) mit einem maximalen Abfluss von 80 m³/s auf einen reduzierten Abfluss (HQ100,Ret) von rd. 45 m³/s retendiert.

Durch diese Maßnahme wird auch der Ortsteil Siget in der Wart der Marktgemeinde Rotenturm an der Pinka geschützt. Somit können 164 Objekte (Wohn- und Nebengebäude sowie öffentliche Einrichtungen) vor Hochwasser geschützt werden.

Die Kosten belaufen sich auf 2,878.000 €, davon werden 48,3 % vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) übernommen.

Bis 2020 soll der Hochwasserschutz errichtet sein.

Piesting in Waldegg, KG Peisching, Hochwasserschutz

Ziel des HW-Schutzprojektes ist die schadlose Abfuhr eines 100-jährlichen Hochwassers mit einem Freibord von 50 cm zum Schutz der Gemeinde Waldegg, Ortsteil Peisching. Aufgrund des Variantenstudiums wurde ein Hochwasserschutz mit Linearmaßnahmen und ökologischen Aufweitungen geplant. Durch eine Sohleintiefung im Bereich der ÖBB-Brücke bei Fluss-km 46.600 die Abflusssituation verbessert, bzw. durch den Abtrag der Sohlstufe bei Fluss-km 46.350 die Durchgängigkeit wieder hergestellt. Weiters wird der Peischinger Graben ebenfalls auf ein HQ100 ausgebaut.

Durch den Bau des Hochwasserschutzes können 67 Objekte geschützt werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 10,722.000 € dazu übernimmt  das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) 43,3 %, d.s. € 4,594.996 €. Außerdem übernimmt die ÖBB einen Sonderbeitrag von 110.000 € für Verbesserungen in ihrem Umfeld.

Bis 2020 soll der Hochwasserschutz errichtet sein.

 

Veröffentlicht am 26.06.2017, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/6)