Sanierung der Unteren Salzach startet

Die Gewässersohle der sich über Jahrzehnte massiv eintiefenden Salzach soll stabilisiert und ökologisch aufgewertet werden.

Die Salzach ist einer der größten und wichtigsten Flüsse in Österreich. Sie bildet die nasse Grenze zu Bayern. Bereits seit 200 Jahren werden die wasserbaulichen Arbeiten an der Salzach grenzüberschreitend zwischen Bayern und Österreich gemeinsam geplant und umgesetzt.

Viele Jahrzehnte hat sich die Salzach immer tiefer eingegraben. Das führte zu zahlreichen Problemen, unter anderem in der Schifffahrt. Nach intensiven Untersuchungen soll das Gewässer zu einem lebenswerten Naturraum umgestaltet werden. Ab November 2020 geht es los.

Ziel ist, die Sohle der sich über Jahrzehnte massiv eintiefenden Salzach zu stabilisieren. Abwärts der Tittmoninger Brücke werden auf 3 km Länge die alten Steine der Uferverbauungen entfernt und die Salzach mit Baggerarbeiten um etwa 10 m aufgeweitet.  Das abgegrabene Schottermaterial wird im Uferbereich eingebracht und vom Fluss bei Hochwasser mitgerissen und im Gewässerlängsverlauf verteilt. In weiterer Folge wird sich die Sohle der Salzach durch mobilisiertes Schottermaterial selbsttätig wieder langsam aufhöhen. Die Salzach soll sich so vorrangig aus „eigener Kraft“ heraus in den nächsten Jahrzehnten von derzeit ca. 110 m auf 190 m aufweiten. Durch die Aufweitung nimmt der Druck auf die Flusssohle ab und verringert so die Sohlerosion. Dabei entstehen flache, ökologisch wertvolle Uferzonen, die als Laichplätze für Fische wichtig sind. Für die Bevölkerung entsteht ein attraktiver  Naherholungsraum mit einem erneuten Treppelweg.

Für die Umsetzung der Maßnahme wurden durch die Bundeswasserbauverwaltung rund 15 ha Auwald von den Österreichischen Bundesforsten erworben.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen auf österreichischer Seite betragen 1,8 Millionen Euro. Diese Kosten trägt zur Gänze das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus. Der deutsche Anteil wird vom Freistaat Bayern und der Bundesrepublik Deutschland finanziert.

 

Veröffentlicht am 30.10.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)

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