Bundesministerin Köstinger besuchte Hochwasserschutz am Raababach

Bei Abflussuntersuchungen 2006 am Raababach wurde erkannt, dass große Teile des Gemeindegebietes von Gössendorf und Raaba-Grambach im Hochwasserabflussbereich liegen. Somit bestand die Notwendigkeit zur Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen.

Mit den im Laufe der Jahre umgesetzten Schutzmaßnahmen können neben der Infrastruktur Straße, Strom- und Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie rund 300 Wohngebäude mit ca. 100 Nebengebäuden, 5 landwirtschaftliche Großbetreibe, mindestens 5 landwirtschaftliche Kleinbetriebe und mindestens 10 gewerbliche Betriebe vor einem 100-jährlichen Hochwasser bestmöglich geschützt werden.

Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger konnte sich im Rahmen des Baustellenbesuches persönlich davon überzeugen, dass durch dieses Projekt der Hochwasserschutz in der Marktgemeinde Gössendorf und einen Teil der Gemeinde Raaba-Grambach deutlich verbessert wurde.

Umgesetzte Maßnahmen des Hochwasserschutzprojektes:

  • Linearer Ausbau mit möglichst wenigen Eingriffen direkt am Gewässer
  • Errichtung von Dämmen und Mauern
  • Aufweitung der Sohle des Raababaches
  • Rückhaltebecken Raabachbach
  • Gewässerökologische Verbesserungen und Gestaltung von naturnahen Gewässerabschnitten mit Feuchtwiesen und Augehölzern

Zur Umsetzung der Maßnahmen mussten in größerem Ausmaß Grundflächen erworben werden, was aufgrund der Bereitschaft der örtlichen Landwirt/innen und Grundeigentümer/innen gelungen ist.

Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger bedankte sich bei allen Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit, womit sie wesentlich zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.

Außergewöhnlich am Projekt war auch die Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität für Bodenkultur, die die Möglichkeit erhalten haben, ihr Wissen aus den Vorlesungen zu vertiefen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Sowohl für die Studierenden als auch die Mitarbeiter/innen der Baubezirksleitung war das ein sehr positiver Austausch.

Die Gesamtkosten dieser Maßnahmen betragen 10 Millionen Euro, davon werden 35% vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (3,5 Millionen Euro),  35% vom Land Steiermark (3,5 Millionen Euro) und 30% von der Marktgemeinde Gössendorf (3 Millionen Euro) finanziert.

Veröffentlicht am 04.09.2020, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)