Hochwasserschutz Griffen Ost

Der in Angriff genommene Bauabschnitt knüpft nahtlos an die bereits umgesetzten Maßnahmen an und schützt in Zukunft 120 Personen und 84 Wohn- und Gewerbeobjekte vor einem Hochwasser des Wölfnitzbaches. Bundesministerin Elisabeth Köstinger besichtigte das Hochwasserschutzprojekt in Griffen.

Die geografische Lage von Griffen – am Zusammenfluss von Grafenbach, Gletschachbach und Wölfnitzbach – hat in der Vergangenheit immer wieder zu verheerenden Überflutungen geführt. Insbesondere die Ereignisse von 1962 und 1965 waren Impulse für erste Regulierungsmaßnahmen im vergangenen Jahrhundert. 2012 wurde mit der Umsetzung eines modernisierten Schutzkonzeptes begonnen. Mit dem nun begonnenen Bauabschnitt wird Griffen in Zukunft vor einem bis zu 100-jährlichen Hochwasserereignis (HQ100) des Wölfnitzbaches geschützt.

Im Rahmen dieser Maßnahme wird zum einen ein Einbindedamm westlich der Packer Straße in Griffen errichtet, der den bereits oberhalb des Siedlungsgebietes ausufernden Hochwasserabfluss des Wölfnitzbaches, ableitet. Über ein Auslaufbauwerk wird ein Teil des Abflusses kontrolliert in den alten Wölfnitzbach abgeworfen, dessen Kapazität in einem vorherigen Projekt erhöht wurde, und ein Teil wieder in das Gerinne des Wölfnitzbaches zurückgeleitet. Zum anderen werden vom Einbindedamm flussabwärts des Industriegebietes an beiden Ufern Hochwasserschutzmauern mit einer Länge von jeweils ca. 200 Laufmetern hergestellt. Davon profitiert die Bevölkerung, aber auch der Wirtschaftsstandort Griffen!

Veröffentlicht am 08.02.2021, Hochwasserrisikomanagement (Abteilung I/6)