Informationen zum Coronavirus: Wasser und Lebensmittel

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) nimmt – wie die gesamte Bundesregierung – die Entwicklung und die Auswirkungen im Zusammenhang mit COVID-19 sehr ernst.

Stand: 25. Mai 2020, 11:00 Uhr. Die Informationen werden laufend ergänzt.

Die Maßnahmen der Bundesregierung zielen hauptsächlich darauf ab, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem möglichst gut mit den steigenden Infektionszahlen umgehen kann. Die aktuell verordneten und empfohlenen Maßnahmen finden Sie hier und hier.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es derzeit keinerlei Hinweise darauf gibt, dass das Coronavirus durch Lebensmittel oder Wasser übertragen werden kann. Auch eine Übertragung durch den Menschen auf das Tier ist nach bisherigem Kenntnisstand nicht möglich. Sowohl die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln als auch die Sicherstellung der Wasserversorgung sind gewährleistet.

Fragen und Antworten

I. Wasser und Wasserversorgung

Wie sehen in der Corona-Krise die Baderegeln aus?

Mit 29. Mai 2020 dürfen Bäder nach dem Bäderhygienegesetz wieder öffnen, allerdings mit Zugangsbeschränkungen, d.h. einer reduzierten Anzahl an Badegästen.

Das Gesundheitsministerium hat dazu Empfehlungen zur Wiederöffnung herausgegeben.

Die Einhaltung der Bestimmungen des Bäderhygienegesetzes (und der Bäderhygiene-Verordnung) bietet weitreichenden Schutz vor einer Übertragung von Krankheiten beim Baden. Es wird davon ausgegangen, dass das Infektionsrisiko im Badewasser gering ist.

Die Beschränkung der Anzahl der Badenden muss in Badewasser ohne Desinfektion weitergehend erfolgen, als in Badewasser mit Aufbereitung und Desinfektion. In Badegewässern wie Seen und Flüssen ist zum Beispiel ein Abstand von 3 - 4 m beim Baden einzuhalten.

Um eine Übertragung von SARS-CoV-2 in Einrichtungen nach dem Bäderhygienegesetz zu verhindern, ist die Einhaltung eines Mindestabstands unerlässlich. Dies gilt vor allem auch in Pools an den Beckenrändern und in Nichtschwimmerbecken (Plaudern im Wasser). Dazu ist an die Eigenverantwortung der Nutzerinnen und Nutzer dieser Einrichtungen zu appellieren, ohne die die Umsetzung dieser Regelung nicht möglich ist. Das Infektionsrisiko im Badewasser ist gering; allgemeine Hygienevorschriften sowie die Abstandsregelungen sind jedoch einzuhalten.

Die detaillierten Empfehlungen finden sich unter folgendem Link (unter BÄDER).

Kann ich mich beim Trinken von Leitungswasser mit dem Coronavirus anstecken?

Das Coronavirus kann im Wasser nicht überleben und sich auch nicht vermehren. Leitungswasser kann ohne Bedenken konsumiert werden. Um jedoch sogenannte Schmierinfektionen zu vermeiden, achten Sie darauf, dass Sie saubere Trinkgläser verwenden und halten Sie sich an die Empfehlungen zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt.

Ist die öffentliche Wasserversorgung auch weiterhin gesichert?

Die Trinkwasserversorgung ist sichergestellt und Österreich auf Krisen- und Notsituationen bestens vorbereitet.

Muss ich mir einen Wasservorrat anlegen?

Das ist nicht notwendig. Die Wasserversorgung ist generell gesichert. Das gilt auch für die Metropole Wien, wo das Wasser über ein natürliches Gefälle, ohne dass eine einzige Pumpe benötigt wird, von den Alpen bis vor die Tore der Stadt geleitet wird.

Wie wasche ich mir richtig die Hände?

Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Händewaschen schützt!

Ob beim Naseputzen oder beim Toilettengang: Die Hände kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können diese auf alles übertragen, das anschließend angefasst wird. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam benutzte Gegenstände können auch Krankheitserreger leicht von Hand zu Hand gelangen.

Berührt man mit den Händen dann das Gesicht, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen. Greifen Sie sich nicht mit ungewaschenen Händen in das Gesicht!

Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:

  1. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist.
  2. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl die Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  5. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab – auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jede und jeder ihr bzw. sein persönliches Handtuch benutzen.

II. Lebensmittel und Versorgungssicherheit

Sind Lebensmittel trotz Coronavirus sicher? Kann das Coronavirus durch Lebensmittel übertragen werden?

Von Lebensmitteln und Trinkwasser geht keine Gefahr durch das Coronavirus aus. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel oder über Trink- bzw. Leitungswasser mit dem Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt.

Dennoch sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen – auch vor und während der Zubereitung von Speisen – beachtet werden.

Kann sich Österreich mit Lebensmitteln selbst versorgen? Brauchen wir Lebensmittelimporte, um uns zu ernähren?

Bei der Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln gibt es in Österreich ein hohes Produktions- und Versorgungsniveau. Österreich hat einen sehr hohen Selbstversorgungsgrad bei wesentlichen Grundnahrungsmitteln. So liegt der Selbstversorgungsgrad bei Rind- und Kalbfleisch bei über 140 Prozent. Bei Milch und Milchprodukten bei rund 125 Prozent. Bei Getreide und Eiern liegt der Selbstversorgungrad bei rund 86 Prozent. In manchen Lebensmittelkategorien sind aber auch Importe notwendig.

Was soll ich machen, wenn ich bestimmte Lebensmittel nicht mehr in den Regalen finde?

Damit Ihr Körper richtig funktioniert, braucht er drei Grundstoffe:

  • Kohlenhydrate (Brot, Kartoffeln, Reis)
  • Eiweiß (Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte)
  • Fette (Butter und Öl)

Aber vor allem brauchen Sie Flüssigkeit – und zwar mindestens 2,5 Liter pro Tag.

Grundsätzlich besteht kein Anlass, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln in Frage zu stellen.

Ist durch die Schließung der Restaurants die Versorgungssicherheit in Gefahr?

Nein, die Lebensmittelversorgung wird über Supermärkte und Lieferservices gewährleistet.

Ich möchte vorsorgen. Welche Lebensmittel soll ich kaufen? Was sind die Grundnahrungsmittel, die ich zu Hause haben sollte?

Es ist immer wichtig, einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln zuhause zu haben. Für sogenannte Hamsterkäufe besteht jedoch kein Anlass. Die Lager des heimischen Handels sind gefüllt und die Landwirtschaft produziert. Generell könnte ein Vorrat an Lebensmitteln so aussehen:

Brot (2000g), Vakuumverpacktes Brot (1000g), Zwieback (500g), Knäckebrot (500g), Reis, Teigwaren, Mehl, Kartoffelpüree-Pulver, Kartoffeln, Hülsenfrüchte (z.B.: Bohnen, Erbsen, Linsen in Konserven), Gemüsekonserven, Obstkonserven und Trockenfrüchte, Fischkonserven, Fleischkonserven, Aufstriche, Haltbarmilch, Milchpulver, Hartkäse, Speiseöl, Streichfett, Packerlsuppe oder Dosensuppe, Honig, Zucker, Kaffee, Kakao, Tee, Gewürze, Salz, Fruchtsäfte, Wasser, Babynahrung, Tiernahrung;

Wer produziert in der derzeitigen Situation in Österreich weiterhin Lebensmittel?

Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln ist seitens der österreichischen Bäuerinnen und Bauern weiterhin sichergestellt. Es besteht derzeit kein Grund zur Sorge, dass es hier zu Einschränkungen kommen wird.

 

Wichtige Links

Veröffentlicht am 25.05.2020, Wasserwirtschaft (Sektion I)

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