Projektstart zu EWA - Entscheidungsfindung in der WAsserversorgung unter Berücksichtigung von Wandel

Mit diesem Projekt soll ein webbasiertes Entscheidungshilfetool entwickelt werden, welches Wasserversorgungsunternehmen bei einer nachhaltigen Planung von Systemerweiterungen- und adaptierungen unterstützt und somit zur langfristigen Sicherstellung der österreichischen Trinkwasserversorgung beiträgt.

Am 17. Juni 2020 fand das erste Meeting der Steuerungsgruppe des Projektes EWA statt, welches vom Bundesministerium gefördert wird. Beim Meeting diskutierten Experten des Bundesministeriums, der Bundesländer und von Wasserversorgungsunternehmen mit Forschern des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau und des Institute of Interactive Systems and Data Science der Technischen Universität Graz, welche das Projekt durchführen.

Ein Kernziel des Projektes stellt die Entwicklung eines innovativen strategischen Planungstools für die Trinkwasserversorgung dar. Dieses soll die Nachhaltigkeit unterschiedlicher Planungsvarianten beispielsweise in Bezug auf die Versorgungssicherheit oder die Lebenszykluskosten prüfen. Über das Tool können Wandelfaktoren, wie klimatische und demographische Entwicklungen, in die Planung einbezogen werden. Dies stellt eine weitere Innovation des Projektes dar. Das Planungstool wird intuitiv aufgebaut sein und online als „Serious Game“ zur Verfügung stehen. Für die Grundlagen des Planungstools werden die Potentiale der Digitalisierung genutzt um verfügbare Datenquellen aufzubereiten und Unsicherheiten in der Modellierung von Trinkwasserversorgungssystemen zu reduzieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ableitung von Verbrauchsmustern unterschiedlicher Trinkwasserabnehmer. Das geplante Tool soll dazu beitragen die Nachhaltigkeit von Planungen und Investitionen in die österreichische Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen.

Veröffentlicht am 28.07.2020, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung I/7)