FAQs zu den Waldbränden bei Tschernobyl

Wieviel Radioaktivität wurde bei den Waldbränden freigesetzt?

Die genaue Menge an Radioaktivität, die bei den Waldbränden in der Sperrzone rund um das ehemalige KKW Tschernobyl freigesetzt wurde, ist nicht bekannt. Ein bedeutender Anteil der 1986 freigesetzten radioaktiven Stoffe ist bereits zerfallen: kurzlebige radioaktive Stoffe sind vollständig verschwunden, die Menge des langlebigen Cäsium-137 hat sich etwa halbiert. Der noch vorhandene Anteil befindet sich im Boden und in einem geringeren Ausmaß in den Pflanzen. Bei Waldbränden gelangt ein Teil dieser radioaktiven Stoffe in die Luft. Aus Sicht des Strahlenschutzes war die Freisetzung daher höchstens in der Sperrzone nahe der Brandherde von gesundheitlicher Bedeutung.
 

Wurde Radioaktivität aus den Waldbränden um Tschernobyl in Österreich nachgewiesen?

Nein, selbst mit den hochempfindlichen Messmethoden der laborgestützten Umweltüberwachung wurden keine erhöhten Werte radioaktiver Stoffe festgestellt. 
 

Könnten auch geringste Mengen an Radioaktivität in Österreich nachgewiesen werden?

Ja, die verwendeten Nachweismethoden können selbst  Spuren von Radioaktivität nachweisen. Der Nachweis von derartig geringen Mengen ist Aufgabe des laborgestützten Überwachungsnetzes. Bei einem auffälligen Messwert im laborgestützten Überwachungsnetz werden die zuständigen Behörden informiert. Da die Methoden so empfindlich sind, ist nicht jede Messwerterhöhung gesundheitsrelevant.
 

War Österreich durch die freigesetzte Radioaktivität gefährdet?

Nein, Österreich war durch die freigesetzte Radioaktivität nicht gefährdet. Aus Sicht des Strahlenschutzes war die Freisetzung höchstens in der Sperrzone nahe der Brandherde von gesundheitlicher Bedeutung.
 

Waren in Österreich Schutzmaßnahmen erforderlich?

Nein, Schutzmaßnahmen waren in Österreich nicht erforderlich. Aus Sicht des Strahlenschutzes war die Freisetzung höchstens in der Sperrzone nahe der Brandherde von gesundheitlicher Bedeutung.
 

Durfte man sich aus Sicht des Strahlenschutzes im Freien aufhalten?

Aus Sicht des Strahlenschutzes war der Aufenthalt im Freien unbedenklich.

Veröffentlicht am 02.06.2020