Europa als Impulsgeber für eine ressourcenschonende und kreislauforientierte Wirtschaft

Das Thema hat in Österreich – wie auch in der EU und international – erheblich an umwelt- und wirtschaftspolitischer Bedeutung gewonnen. Hier finden Sie die wichtigsten europäischen Entwicklungen in der Ressourceneffizienzpolitik der letzten Jahre.

Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft ist eine Priorität der Europäischen Kommission. Ziel ist die Schaffung eines kohärenten europäischen Aktionsrahmens zur Steigerung der Ressourceneffizienz.

Mit der „Strategie Europa 2020 für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ stellte die Europäische Kommission die Weichen für solch einen Aktionsrahmen. In ihrer „Leitinitiative für ein Ressourcenschonendes Europa“ und auch im Kontext des am 20. September 2011 veröffentlichten „Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa“, wurden die Mitgliedstaaten zur aktiven Mitarbeit an der europäischen Ressourcenpolitik und zur Erstellung nationaler Ressourceneffizienzprogramme aufgefordert.

Die Leitinitiative für ein Ressourcenschonendes Europa

ist eines der sieben Leitinitiativen der EU 2020 Strategie, welche auf ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum ausgelegt ist. Sie gibt einen langfristig angelegten Aktionsrahmen für viele Politikbereiche vor und unterstützt politische Programme in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Verkehr, Industrie, Rohstoffe, Landwirtschaft, Fischerei, Biodiversität und regionale Entwicklung. Ziel dieser Leitinitiative ist mehr Planungssicherheit für Investitionen und Innovationen zu gewährleisten, indem sichergestellt wird, dass die Ressourceneffizienz in ausgewogener Weise in alle einschlägigen Maßnahmen einfließt.

Der Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa

auch Roadmap genannte, dient zur Umsetzung der Leitinitiative für ein Ressourcenschonendes Europa, zur Umgestaltung der europäischen Wirtschaft bis zum Jahr 2050, indem Sinn als diese die Ressourcenknappheit und die Grenzen des Planeten respektiert. Die wettbewerbsfähigere und integrativere europäische Wirtschaft soll so 2050 einen hohen Lebensstandard bei deutlich geringerer Umweltbelastung bieten, als auch sollen Ressourcen (von Rohstoffen bis hin zu Energie, Wasser, Luft, Land und Böden) nachhaltig bewirtschaftet werden. Ausgehend von dieser Vision bis 2050 nennt die Roadmap für die verschiedenen Politikfelder Etappenziele bis 2020, definiert Maßnahmen und benennt die Wirtschaftszweige mit den höchsten Ressourcenverbräuchen- Lebensmittel, Gebäude und Mobilität. Dies erfordert kohärente und integrierte Maßnahmen in einem breiten Spektrum von Politikfeldern, um die zu erwartende Ressourcenknappheit zu bewältigen und unseren Wohlstand langfristig zu erhalten.

Das Kreislaufwirtschaftspaket der Europäischen Kommission

Am 2. Dezember 2015 wurde von der EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Kreislaufwirtschaft vorgestellt. Es hat zum Ziel, die Effizienz der europäischen Ressourcennutzung weiter auszubauen und beinhaltet Vorschläge für den gesamten Lebenszyklus, vom Herstellungsprozess über das Produktdesign und das Recycling von Produkten. Das Kreislaufwirtschaftspaket besteht aus Vorschlägen für die Überarbeitung von sechs Richtlinien im Abfallbereich und dem Aktionsplan „Den Kreislauf schließen – Ein Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft“.

Veröffentlicht am 13.09.2018