EU-Innovationsfonds, das EU-Förderprogramm für innovative Demonstrationsprojekte startet 2020

Der EU-Innovationsfonds wird von 2020 bis 2030 Demonstrationsvorhaben im Bereich innovativer Technologien und bahnbrechender industrieller Innovationen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes fördern. Insgesamt werden zum Beispiel für Projekte in der energieintensiven Industrie, der Erzeugung erneuerbarer Energie sowie der Energiespeicherung zumindest 450 Millionen Emissionszertifikate aus dem EU-Emissionshandelssystem (abhängig vom Preis der Emissionszertifikate, in etwa 10 Milliarden Euro an Fördermitteln) zur Verfügung stehen.

Die erste Ausschreibung 2020

Die erste Ausschreibung des EU-Innovationsfonds soll Mitte 2020 starten. Zur Konkretisierung des Designs des ersten Calls wurden seit 2019 Workshops in Mitgliedstaaten und mit Stakeholdergruppen sowie eine öffentliche Konsultation abgehalten. Im Jahr 2020 wurden weitere technische und wirtschaftliche Themenworkshops mit Expertinnen und Experten aus den Mitgliedstaaten organisiert und unter Teilnahme – auch österreichischer – Stakeholder durchgeführt.

Aktuelles zur ersten Ausschreibung

Die Europäische Kommission hat Mitte Mai 2020 FAQs – Frequently Asked Questions – zur ersten Ausschreibung (Informationen zu den Prozessen für Ausschreibung, Förderantrag, Evaluierung, Anforderungen an Profil der Förderwerber, Projektentwicklung (project development assistance), Fördervergabe, Ko-Finanzierung und Synergien von EU Innovationsfonds und staatliche Beihilfen etc.) veröffentlicht.

Die FAQs sind unter folgendem Link abrufbar: https://ec.europa.eu/clima/sites/clima/files/innovation-fund/faq_1_en.pdf


Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission unter: https://ec.europa.eu/clima/policies/innovation-fund_en#tab-0-3.

Die erste Ausschreibung im Überblick

Die Projekte sollen in einem zweistufigen Auswahlprozess ausgewählt werden. In der ersten Phase ist eine Interessensbekundung (expression of interest) gefordert, auf deren Basis die Effektivität der Treibhausgas-Emissionsvermeidung, der Innovationsgrad und die Projektreife evaluiert werden. Jene Projekte, die nur die ersten beiden genannten Kriterien erfüllen, können sich für eine Unterstützung zur Projektentwicklung (project development assistance) qualifizieren. In der zweiten Phase wird eine vollständige Projektbewerbung (full application) gefordert, in der zusätzlich zu den drei genannten Kriterien auch die Skalierbarkeit und die Kosteneffizienz bewertet sowie gewichtet werden. Details zum Auswahlprozess werden spätestens in der ersten Ausschreibung (call for proposals) veröffentlicht. Gefördert werden im Rahmen des EU-Innovationsfonds grundsätzlich sowohl Invest- als auch Betriebskosten.

Der Prozess zur Auswahl der Projekte wird auf EU-Ebene von der Europäischen Kommission mit Unterstützung der Innovation and Networks Executive Agency (INEA) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) erfolgen. Weitere Informationen finden Sie auch in einer Präsentation der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, der INEA und der EIB vom 18. Dezember 2019 unter https://ec.europa.eu/clima/sites/clima/files/innovation-fund/ifeg18dec_en.pdf.

Österreichischer Workshop 2019, gemeinsam mit der Europäischen Kommission

Die Sektion Klima, Abteilung VII/5 Innovative Technologien und Bioökonomie, lud am 18.9.2019 gemeinsam mit der Europäischen Kommission zum Workshop "EU-Innovationsfonds" ein. Christian Holzleitner, zuständig für den EU-Innovationsfonds in der Generaldirektion Klima der Europäischen Kommission, präsentierte erste Ideen zu den geplanten Ausschreibungen. Anschließend stellten die Förderungs- und Abwicklungsstellen KPC, FFG und Klima- und Energiefonds sowie Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Industrie und Forschungsinstitutionen österreichische Projekte und Erfahrungsberichte vor.

Ziel des Workshops war es einerseits österreichische Projekte zu präsentieren, die bei der Realisierung von CO2-mindernden Technologien im Rahmen des EU-Innovationsfonds in Frage kommen, und andererseits Kriterien und mögliche Herausforderungen zukünftiger, erfolgreicher Ausschreibungen des EU-Innovationsfonds zu diskutieren. Die Diskussion im Rahmen des Workshops zeigte, dass bis zur ersten Ausschreibung des EU-Innovationsfonds noch einige offene Fragen beantwortet und im Detail konkretisiert werden müssen. 

Das detaillierte Programm sowie die Präsentationen des Workshops finden Sie auf der website der KPC unter: https://www.umweltfoerderung.at/aktuelles-detail/newseintrag/zeige/eu-innovation-fund-workshop.html.

Weiterführende Informationen

Mehr Informationen zum EU-Innovationsfonds finden Sie auf der website der Europäischen Kommission unter: https://ec.europa.eu/clima/policies/innovation-fund_en.

FAQs zur ersten Ausschreibung der Europäischen Kommission unter: https://ec.europa.eu/clima/sites/clima/files/innovation-fund/faq_1_en.pdf

Twitter: Die Europäische Kommission hat auch auf dem Twitter Account @EUClimateAction unter dem Hashtag #InnovationFund weitere Informationen angekündigt.

Veröffentlicht am 18.05.2020

Kontakt

BMK - Abteilung VII/5 Bundesministerium für Klima, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Abteilung VII/5 – Innovative Technologien und Bioökonomie
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