Maßnahmenpaket für Gastronomiebetriebe

Das schrittweise Hochfahren ab 15. Mai wird für viele Gastronomiebetriebe eine nie da gewesene Kraftanstrengung. Als Bundesregierung ist es unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, dass unsere Betriebe durch diese Krise kommen. Mit einem Maßnahmenpaket von bis zu 500 Millionen Euro soll die Gastronomie unterstützt werden.

Am 15. Mai durften unsere Wirtshäuser, Cafés und Lokale wieder aufsperren. Die Verluste, die Sorgen und die Zukunftsängste unserer Gastronomie sind aber sehr groß.

Um den Betrieben die Anlaufphase nach der Wiedereröffnung am 15. Mai 2020 zu erleichtern, wurde ein steuerliches Maßnahmenpaket mit einem Volumen von 500 Millionen Euro geschnürt:

  • Senkung der Steuer auf offene nichtalkoholische Getränke in der Gastronomie von 20% auf 10% bis Jahresende 2020.
  • Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierung:
    • Erhöhung der Pauschalierungsgrenze von 255.000 auf 400.000 Euro
    • Erhöhung des Grundpauschales von 10 auf 15 Prozent (befristet bis Ende 2020)
    • Erhöhung des Mindestpauschalbetrages von 3.000 auf 6.000 Euro.
  • Mehr Geld für Dorfwirtshäuser:
    • Besondere Unterstützung für strukturschwache Regionen und kleine Dorfwirtshäuser.
    • Erhöhung des Mobilitätspauschale von 2 Prozent auf 6 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner und 4 Prozent für Gasthäuser in Gemeinden bis 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
  • Die Schaumweinsteuer wird abgeschafft.
  • Essensgutscheine für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden steuerlich weiter vergünstigt:
    • Anhebung der Höchstgrenze für steuerfreie Gutscheine von derzeit 4,4 Euro auf 8 Euro (im Gasthaus verwendbar) und von 1,1 Euro auf 2 Euro (für Lebensmittelgeschäfte).
  • Erhöhung der Absetzbarkeit von Geschäftsessen von 50 auf 75 Prozent bis Ende 2020. 

Die Erleichterungen sollen mit 1. Juli in Kraft treten.

Veröffentlicht am 28.05.2020, Tourismus und Regionalpolitik (Sektion V)