Neues Unterstützungspaket für Gastronomie und Tourismusbetriebe

Die Corona-Zahlen sind nach wie vor zu hoch. In keiner Branche ist die Lage so dramatisch wie im Tourismus. Zehntausende Betriebe sind seit November des Vorjahres geschlossen. Betriebe, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Hilfe. Die Bundesregierung hat am 10. März ein weiteres Maßnahmenpaket präsentiert, das für Gastronomie und Tourismus wesentliche Unterstützungen bringt.

Das am 10. März beschlossene Maßnahmenpaket bringt vier wesentliche Unterstützungen für die Gastronomie und den Tourismus:

Kurzarbeitsbonus für Unternehmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mit einem Kurzarbeitsbonus der Gesamthöhe von 1.000 Euro für die Unternehmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die Einnahmeausfälle und Auslastungsprobleme bereits über das ganze letzte Jahr hindurch abgemildert werden.

Dieser Bonus teilt sich in zwei Teile:

  • Ein Trinkgeldersatz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Höhe von 175 Euro netto, den alle erhalten, die von Trinkgeldpauschale betroffen waren.
  • Betriebe, die durchgehend von Schließungen seit November betroffen sind, erhalten eine Einmalzahlung von 825 Euro netto für März zusätzlich zum jeweiligen Kurzarbeitsbeitrag. Diese kann zur Ausbezahlung für Urlaubsansprüche genutzt werden.

Mit der Berufsausbildungsgesetz-Novelle wurde zudem das Instrument der Kurzarbeit auch für Lehrlinge ermöglicht. Dies wird mit einer gesetzlichen Befristung bis 30. Juni 2021 erstreckt, um den Erhalt von Lehrstellen zu unterstützen. Die neuen Bestimmungen werden entsprechend dem Beginn der COVID-19-Kurzarbeitsphase 4 mit 1. April 2021 in Kraft treten.

Märzbonus: Verdoppelung des Ausfallsbonus

  • Betriebe, die mindestens 40 % Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 erleiden, können einen Ausfallsbonus beantragen.
  • Dieser Ausfallsbonus beträgt 30 % des Umsatzausfalls und besteht zur Hälfte aus dem „Zuschuss“ und zur Hälfte aus einem (optionalen) „Vorschuss“ auf den Fixkostenzuschuss, der zeitnah und unbürokratisch die Liquidität der antragstellenden Unternehmen verbessern soll.
  • Zur Unterstützung der besonders betroffenen Branchen wird der Ausfallsbonus für März erhöht. Damit steigt der Zuschuss von 15 % auf 30 %, und der derzeitige Deckel des Zuschusses wird von 30.000 auf 50.000 Euro angehoben.

Gastgärtenförderung

  • Da uns die Pandemie noch länger beschäftigen wird, wird es notwendig sein, optimale und coronataugliche räumliche Bedingungen zu schaffen.
  • Eine Möglichkeit dafür ist die Erweiterung, der Neu- und Umbau von Gast- und Schanigärten
  • Wir unterstützen Investitionen in Gast- und Schanigärten daher mit 20 % der Investitionen (Kleinbetriebe) bzw. 10 % der Investitionen (Mittelbetriebe), wenn ein Betrieb mindestens 5.000 Euro investiert.
  • Dafür stellen wir insgesamt 10 Mio. Euro zur Verfügung. Die Abwicklung wird durch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank erfolgen.

Kreditzugang

Um rasch Liquidität in die Betriebe zu bringen, gehörten zu den ersten COVID-19-Maßnahmen Haftungen des Bundes für Überbrückungsfinanzierungen. Diese Maßnahme enthielt die Besicherung von Überbrückungsfinanzierungen, die von den Hausbanken begeben werden, mit Haftungsquoten von 80 %, 90 % oder 100 %.

Da es für Betriebe trotz Besicherung schwierig ist, Kredite von Hausbanken zu bekommen, wird die Bundesregierung die Kreditwirtschaft zu einem Runden Tisch laden, um sich über die Situation auszutauschen und diese zu verbessern.

Veröffentlicht am 10.03.2021, Tourismus und Regionalpolitik (Sektion V)

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