Umsatzersatz hilft schnell und unbürokratisch

Der zweite Lockdown trifft Österreichs Betriebe hart. Um wirtschaftliche Folgen bestmöglich abzufedern, hat die Bundesregierung den Umsatzersatz für Betriebe eingeführt, die von der 2. Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen sind. Ab 16.12.2020 kann der 50% Umsatzersatz beantragt werden.

Leider sind die Corona-Infektionszahlen nach wie vor zu hoch. Daher können nur behutsame Öffnungsschritte gesetzt werden. Da die Tourismusbranche voraussichtlich erst mit 7. Jänner wieder öffnen kann, werden die betroffenen Betrieben weiter unterstützt. Mit 16. Dezember 2020 startet daher der 50 Prozent Umsatzersatz für den Monat Dezember, für Jänner steht den Betrieben der Fixkostenzuschuss zur Verfügung.

Der Umsatzersatz ist eines der schnellsten und unbürokratischsten Hilfsinstrumente. Meist ist das Geld innerhalb weniger Tage auf dem Konto der Betriebe. 

Die Antragsfrist für den 80 % Umsatzersatz endet mit 15.12.2020. Dieses Instrument wurde stark in Anspruch genommen. Allein für die Gastronomie/Hotellerie wurden bereits 23.000 Anträge und 560 Millionen Euro bewilligt.

Ab 16. Dezember 2020 kann der 50 % Umsatzersatz beantragt werden

  • Für den Zeitraum der verlängerten Schließung im Dezember 2020 werden den betroffenen österreichischen Unternehmen 50 % ihres Umsatzes ersetzt.
  • Um diesen Umsatzersatz möglichst unkompliziert, unbürokratisch und rasch zu ermöglichen, wird dieser anhand der Steuerdaten, die der Finanzverwaltung vorliegen, automatisch berechnet. Als Berechnungsgrundlage hierfür werden die Umsätze des Dezembers 2019 herangezogen.
  • Die Mindesthöhe beträgt 2.300 Euro bis maximal 200.000 Euro.
  • Der Betrachtungszeitraum ist der 7. bis 31. Dezember 2020, danach kann der Fixkostenzuschuss bis zu 3 Mio. Euro in Anspruch genommen werden.
  • Beantragen können weiterhin Betriebe, die von der 2. Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen sind.
  • Der Antrag ist bis 15.1.2021 über FinanzOnline möglich, land- und forstwirtschaftliche Betriebe wie Buschenschanken, Urlaub am Bauernhof, Privatzimmervermieter können wie gewohnt ihre Anträge über die Agrarmarkt Austria stellen.

Verlustersatz bis 3 Millionen Euro

  • Gleichzeitig ist der Verlustersatz ab 16.12.2020 über FinanzOnline beantragbar.
  • Dabei können Verluste, die zwischen 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 anfallen, entweder vorausprognostiziert oder im Nachhinein ersetzt werden.
  • Große und mittlere Unternehmen erhalten bis zu 70 % ihres Verlustes, kleine und Kleinst-Unternehmen (bis 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) bis zu 90 % ihres Verlustes des Vergleichszeitraumes.
  • Die Antragstellung muss über eine Steuerberaterin bzw. einen Steuerberater erfolgen.

 

 

Veröffentlicht am 15.12.2020, Tourismus und Regionalpolitik (Sektion V)

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