Neustartbonus für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tourismus

Die Kurzarbeit wurde an den Tourismus hervorragend angepasst. Damit konnten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Beschäftigung gehalten werden. Der Neustartbonus ist für die Tourismusbranche eine gute und praktikable Ergänzung zum Kurzarbeitsmodell.

Die Arbeitsmarktzahlen zeigen in der Gastronomie einen erfreulichen Trend. Seit der Öffnung der Gastronomie konnten hier 5.000 Menschen wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Viele Betriebe sind zwar noch nicht voll ausgelastet, sie benötigen aber dennoch dringend Arbeitskräfte. So werden in der Gastronomie derzeit oft nur Teilzeitkräfte gesucht. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finden daher keinen Vollzeitjob oder nur einen Job außerhalb der bisherigen Branche. Das Arbeitslosengeld ist in diesen Fällen höher als das bisherige Gehalt.

Für diese Fälle wird nun eine Unterstützung geboten. Das Ziel ist, arbeitslose Menschen so rasch wie möglich in Beschäftigung zu bringen.

Neustartbonus

Der Neustartbonus soll Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im ersten Schritt noch keinen Job im vollen Ausmaß oder im bisherigen Beruf finden, unterstützen. Es können weniger Arbeitsstunden pro Woche vereinbart werden (mindestens 20 Stunden pro Woche), das Gehalt wird aber für maximal 28 Wochen auf 80 Prozent des letzten Nettolohnes aufgestockt.

Für Betriebe ist es mit diesem Instrument leichter, entweder ihr Stammpersonal wieder aufzunehmen oder ganz neue Kräfte zu finden.

Das Instrument soll innerhalb eines Jahres bis zu 20.000 Arbeitsplätze schaffen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können seit Mitte Juni den Neustartbonus beim AMS über das eAMS-Konto oder persönlich beim AMS beantragen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bekommen das Geld monatlich direkt vom AMS.

Veröffentlicht am 17.06.2020, Tourismus und Regionalpolitik (Sektion V)