Landestourismusreferententagung 2020

Am 29. September 2020 fand im Stift Ossiach in Kärnten die Tagung der Landestourismusreferentinnen und Landestourismusreferenten statt. Neben vielen anderen Themen standen vor allem die Corona-Krisenbewältigung und die Vorschau auf die kommende Wintersaison auf der Tagesordnung.

Auch nach sechs Monaten ist der Tourismus eine der hauptbetroffenen Branchen der Corona-Pandemie.

Im März/April wurden zur Eindämmung der Infektionszahlen die Tourismusbetriebe geschlossen, die Grenzen dichtgemacht und der Tourismus praktisch auf null gesetzt. Der Start im Mai/Juni war oftmals sehr schwierig. Doch nachdem im Juni auch grenzüberschreitendes Reisen wieder möglich war, hat sich die Situation von Monat zu Monat zumindest verbessert. In vielen Regionen Österreichs konnte sogar eine durchaus passable Sommersaison erzielt werden.

Von Mai bis August mussten zwar mit insgesamt 39,5 Millionen Nächtigungen um 19,5 Millionen Übernachtungen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnet werden, was einem Minus von 33 Prozent entspricht. Dennoch - und das ist erfreulich - nächtigten deutlich mehr österreichische Gäste im Inland, das ist ein Plus von 22,6 Prozent auf 6,6 Millionen und der bisher am höchsten erhobene August-Wert. Bemerkenswert ist auch die Zunahme deutscher Gästenächtigungen im August um 2,8 Prozent auf 7,9 Millionen im Vergleich zum August des Vorjahres.

Anders sieht es unter anderem beim Städte- und Kongresstourismus aus, hier werden die Folgen noch länger zu spüren sein.

Daher spannen wir einen Schutzschirm mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro über die Veranstalterbranche, damit wieder mit der Planung von Veranstaltungen begonnen werden kann. Mit dem Schutzschirm soll der finanzielle Nachteil, der aus einer COVID-19 bedingten Absage oder Einschränkung der Veranstaltung entsteht, abgedeckt werden. Die Abwicklung erfolgt über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung waren auch die Rahmenbedingungen für die kommende Wintersaison. Angesichts der steigenden Infektionszahlen ist es wichtig, alle notwendigen Schutzmaßnahmen zu treffen, um auch heuer einen sicheren Winterurlaub in Österreich zu ermöglichen.

Mit dem bereits präsentierten „Paket für einen sicheren Wintertourismus“ soll den Betrieben wirtschaftliches Überleben ermöglicht und gleichzeitig angenehme Urlaubsstimmung für Gäste geschaffen werden. Spielentscheidend für den Winter sind aber offene Grenzen zu unseren wichtigsten Herkunftsmärkten. Daher müssen die Grundregeln eingehalten und sanktioniert werden, denn nur dann kann der Winter für die Branche erfolgreich sein.

Der Austausch auch über weitere Themen wie zum Beispiel Maßnahmen im Bereich der Förderung und Finanzierung in der COVID-19-Krise und danach, Marketingaktivitäten oder elektronisches Meldesystem ist für Bund und Länder wichtig und soll auch in Zukunft verstärkt fortgesetzt werden.

 

Veröffentlicht am 29.09.2020, Tourismus und Regionalpolitik (Sektion V)

Kontakt

Tourismuspolitik - Abteilung V/1

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