"Grüner Pass": Start für nationale Umsetzung im April

Österreich hat bei der EU-Kommission den Vorschlag zur Einführung eines digitalen "Grünen Passes" eingebracht. Ein europaweit einheitlicher und anerkannter "Grüner Pass" ist der richtige Ansatz, um trotz Coronakrise größtmögliche Freiheit wiederzuerlangen. Dieser Vorstoß war erfolgreich: der "Grüne Pass" kommt und soll noch vor dem Sommer umgesetzt werden. Am 25.3. wurde der "Grüne Pass" im Nationalrat beschlossen und auf Schiene gebracht.

Seit Ausbruch der COVID-Pandemie ist die Reisefreiheit stark eingeschränkt. Ziel ist eine rasche und praktikable Lösung, um sichere Mobilität wieder ermöglichen zu können. Österreich hat daher den Vorstoß eines EU-weit einheitlichen Systems gemacht. Die Europäische Kommission hat am 17. März einen Verordnungsentwurf vorgelegt, der diesem Ansatz entspricht: Wer geimpft, getestet oder genesen ist, soll wieder reisen dürfen.

Mit dem "Grünen Pass" soll sicheres Reisen und sicherer Urlaub rasch ermöglicht werden. Der digitale Pass wird unseren Tourismusstandort für einheimische und internationale Gäste attraktivieren. Von dieser Sicherheitsmaßnahme profitieren alle Beteiligten - sowohl die Touristinnen und Touristen als auch die Betriebe, die mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gäste bewirten.

Der "Grüne Pass" wird  - wie von Österreich gefordert - folgende Informationen beinhalten: 

  1. Impfzertifikat

  2. Testzertifikat (PCR- oder Antigenschnelltest)

  3. Genesungszertifikat (frühestens auszustellen ab dem 11. Tag nach einem ersten positiven PCR-Ergebnis und für maximal 180 Tage gültig)

Der "Grüne Pass" wird

  • kostenlos von den EU-Staaten an alle EU-Bürgerinnen und Bürger, deren Familienangehörige und an in EU-Staaten ansässige Drittstaatsangehörige ausgestellt,
  • für die Dauer der Pandemie gültig sein,
  • Zertifikate sollen digital und/oder in Papierform zur Verfügung stehen und z. B. einen EU-weit lesbaren QR-Code enthalten,
  • der "Grüne Pass" wird in der jeweiligen Amtssprache des EU-Staates und auf Englisch ausgestellt.
  • Hoher Datenschutz: Der "Grüne Pass" wird nur die wichtigsten und COVID-relevanten personenbezogenen Daten enthalten (z. B. Identifizierung der Person, verwendeter Impfstoff, Chargenzahl, Datum und Ort der Impfung/Testung).
  • Keine zentralisierte Datenbank auf EU-Ebene. Daten werden aus nationalen Datenbanken gelesen und sonst nirgends gespeichert.

Entscheidend ist, dass der „Grüne Pass“ europaweit anerkannt wird und möglichst rasch kommt. Mit dem Beschluss am 25.3. im Nationalrat wurde ein wichtiger Meilenstein für den heimischen Tourismus gesetzt.

Auf europäischer Ebene kommt Unterstützung nicht nur von der EU-Kommission, sondern auch von vielen anderen Mitgliedsstaaten. In den nächsten Tagen werden die Tourismusministerinnen und Tourismusminister von 13 europäischen Tourismusländern über weitere Schritte beraten, um eine rasche Umsetzung auf den Weg zu bringen.

Veröffentlicht am 26.03.2021, Tourismus und Regionalpolitik (Sektion V)