Beherbergungsverbot: keine Toleranz für schwarze Schafe

Offenbar ist es in Tirol in mehreren Fällen zu Verstößen gegen das Beherbergungsverbot gekommen, das Infektionszahlen senken und die Verbreitung des Coronavirus stoppen soll. Bundesministerin Elisabeth Köstinger kündigt verstärkte Kontrollen und harte Strafen bei derartigen Verstößen an. Für „schwarze Schafe“ dürfe es keinerlei Toleranz geben.

Österreich befindet sich mitten in einem harten Lockdown. Dieser beinhaltet unter anderem ein Beherbergungsverbot zu touristischen Zwecken. Die strikten Maßnahmen sind aktuell notwendig und haben zum Ziel, die Infektionszahlen zu senken und die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nur so können die Einschränkungen in möglichst naher Zukunft wieder gelockert werden.

Köstinger kritisiert Verstöße gegen das Beherbergungsverbot heftig

Nun ist es in Tirol offenbar zu Verstößen gegen dieses Beherbergungsverbot gekommen. Die Medien, unter anderem das Ö1 Mittagsjournal, haben von Fällen berichtet, in denen Hotels entsprechende Buchungen angenommen haben. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger kritisiert dies heftig: „Es kann nicht sein, dass einige wenige auf dem Rücken einer ganzen Branche die Regeln brechen und den Tourismus in Verruf bringen.“ Für solche „schwarzen Schafe“ dürfe es keinerlei Toleranz geben.

Verstärkte Kontrollen und harte Strafen angekündigt

Gemeinsam mit Innenminister Karl Nehammer und dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter kündigt Köstinger verstärkte Kontrollen und harte Strafen bei derartigen Verstößen an. „Die Rechtslage ist vollkommen klar, da gibt es nicht den geringsten Spielraum. Die Beherbergung zu touristischen Zwecken ist im Lockdown verboten. Jeder Betrieb und jeder Gast, der sich nicht an dieses Verbot hält, hat mit strengen Strafen zu rechnen.“ Für Betriebe kann eine entsprechende Strafe bis zu 30.000 Euro betragen, für Gäste bis zu 1.450 Euro. Die Ministerin kündigt an, dass Polizei und Gesundheitsbehörden jedem Hinweis nachgehen werden, um Verstöße zu ahnden und schwarze Schafe aus dem Verkehr zu ziehen. Innenminister Nehammer hat bereits verstärkte Kontrollen in Hotels und Beherbergungsbetrieben beauftragt. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter erklärt, dass auch das Land Tirol keine Verstöße tolerieren werde. Die Bezirksverwaltungsbehörden werden die laufenden Kontrollen diesbezüglich nochmals verstärken.

Veröffentlicht am 14.01.2021, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)