Das Breitbandbüro berät

Zielsetzungen und Aufgaben

Die Vorfreude auf eine erheblich bessere und nachhaltigere Breitbandverfügbarkeit drückt sich zumeist mit Ankündigungen wie „Jetzt geht’s los mit dem schnellen Internet!“ in der Öffentlichkeit aus. In den Hintergrund rücken dabei allzu leicht der Aufwand und die Anzahl einzelner vorangegangener Schritte besonders an der frühen Phase eines möglichen Ausbauvorhabens. Diese ist geprägt von einem hohen Ausmaß und einer Breite an Unsicherheiten in verschiedenster Weise. Fehlende Kenntnisse über Nutzeranforderungen, bestehende Infrastrukturen, ungenügendes Wissen zu rechtlichen, technischen sowie wirtschaftlichen Aspekten rund um Breitband sind weit verbreitet.

Die Projektberatung - Machbarkeit- und Grobkostenanalyse

Erste technische sowie kostenseitige Ergebnisse in der Dimensionierung von Ausbauvorhaben bietet die vom Breitbandbüro entwickelte Machbarkeits- und Grobkostenanalyse auf Gemeindeebene. Beide Planungswerkzeuge nutzen geografische Informationssysteme und bieten dadurch räumlich hochauflösende Darstellungen zu möglichen Breitband-Ausbauszenarien. Zusammengenommen mit weiteren Synergien wie bspw. der Mitverlegung bei geplanten Baumaßnahmen (Stichwort: Kostensenkungen) entsteht somit eine weitreichende Grundlage für die Bewertung von Ausbauvorhaben. Diese beiden Tools wurden von zahlreichen Gemeinden in Anspruch genommen und stellten damit eine der Grundlagen für die Entscheidung über ein Ausbauprojekt dar.

Die Unterlagen zu Rahmenbedingungen

Zudem hilft das Material über die rechtlichen, technischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus den beiden Planungsleitfäden sowie von eigens entwickelten Schulungsunterlagen für Workshops denjenigen, die mit der Materie des Breitbandausbaus oft noch nicht ausreichend vertraut sind. Gemeinden beispielsweise, die selbst den Ausbau der passiven Infrastruktur vorantreiben wollen, benötigen planungsrelevante Kenntnisse und Erfahrungen, um die für sie optimalen Ausbauszenarien zu erstellen.

Letztlich schafft gerade der direkte Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Breitbandbüros die optimale Begleitung und den Austausch im Zuge der Phasen von Ausbauprojekten.

Die Vor Ort Betreuung

Das „mobile Breitbandbüro“ setzt mit persönlichen Kontakten auch Vor Ort und insbesondere auf Gemeindevertreterinnen und Vertretern auf die Vervielfältigung von Information und Wissen in Form von Individualberatungen, kostenlosen halbtägigen Workshops, mit einem eigenen Stand auf der jährliche stattfindenden Kommunalmesse 2019 mit seinen rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern, der Teilnahme an Veranstaltungen wie dem eDay der WKO sowie auch auf die Vernetzung auf internationaler EU-weiter Ebene mit den Treffen der Broadband Competence Offices (BCO).

Die umfassende Erstberatung

Das Breitbandbüro bietet für potentielle Förderungswerbende eine umfassende Erstberatung an. Insbesondere muss im Leerverrohrungsprogramm vor dem Förderungsansuchen eine Erstberatung im Breitbandbüro abgeschlossen werden. Für diese Beratung sollten die folgenden Arbeitsschritte gesetzt worden sein (siehe Grafik).

Auf Basis der zuvor durch den Förderungswerber/die Förderungswerberin erhobenen und dokumentierten Informationen bezüglich Bedarf und Bestand, dient die Erstberatung vorrangig der Abklärung der Anforderungen und Vorgaben für das geplante Leerverrohrungsprojekt.

Die vorbereitenden Schritte für die Erstberatung sowie die Kontaktaufnahme per E-Mail soll der Förderungswerber/die Förderungswerberin zeitgerecht vornehmen, denn die Erstberatung hat spätestens ein Monat vor Ende der jeweiligen Ausschreibungsfrist stattzufinden.

Um die Erstberatung möglichst effizient und effektiv gestalten zu können, ist der Förderungswerbenden angehalten, dem Breitbandbüro bereits im Zuge der Kontaktaufnahme die dafür notwendigen Daten zu übermitteln. Dabei müssen sie zu laufenden sowie geplanten Ausbauvorhaben, zur geografischen Lage der beantragten Ausbauvorhaben, zur überregionalen Planung sowie zum voraussichtlichen Bedarf an Anschlüssen bekannt geben.

Die Erstberatung wird schriftlich durch das Breitbandbüro im BMLRT bestätigt.

Veröffentlicht am 11.02.2020, Stabstelle Informations- und Kommunikationsinfrastruktur

Kontakt

Breitbandbüro im BMLRT Radetzkystraße 2
A-1030 Wien


Telefon: 01 71162-65 8921
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