Köstinger: Zivildienst-Gipfel war Auftakt für weiteren Dialog

Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat heute zu einem Zivildienst-Gipfel ins Bundeskanzleramt geladen.

Gemeinsam mit anerkannten Zivildienst-Einrichtungen wie auch mit Betrauten der Zuweisungs-Verwaltung hat die zuständige Zivildienstministerin Möglichkeiten zur Attraktivierung des Zivildienstes beraten.

1975 war der Start des Zivildienstes in Österreich mit 344 Zivildienern. Im Jahr 2019 waren 14.660 Zivildiener im Einsatz. „Der Zivildienst ist ein Erfolgsmodell und hat sich als unverzichtbare Säule in unserem Land etabliert. Gleichzeitig ist in den kommenden Jahren mit geburtenschwachen Jahrgängen zu rechnen, wodurch sich die Zahl tauglicher junger Männer zwangsläufig reduzieren wird. Die Weiterentwicklung des Zivildienstes gehört daher zu den Schwerpunkten unserer Bundesregierung. Daher war es mir ein Anliegen, alle an einen Tisch zu holen, die tagtäglich mit dem Zivildienst zu tun haben“, so Bundesministerin Elisabeth Köstinger. So ein Treffen hatte es zuletzt vor fast 10 Jahren gegeben.

Zum Gipfel eingeladen wurden sowohl Vertreterinnen und Vertreter anerkannter Zivildienst-Einrichtungen, wie auch Betraute der Zuweisungs-Verwaltung: Rotes Kreuz, Johanniter, Samariterbund, Hilfswerk, Lebenshilfe, Volkshilfe, Diakonie, Bundesfeuerwehrverband, Gedenkstätten. Die Bundesländer waren durch die zuständigen Beamten der Landesregierungen vertreten. Teilgenommen haben auch Expertinnen und Experten der Zivildienstserviceagentur.

Zustimmung von allen Einrichtungen kam zur geplanten Umsetzung der Teiltauglichkeit. „Der Bedarf an Zivildienern steigt jährlich, während die Zahl untauglicher junger Männer sinkt. Die Teiltauglichkeit ist eine Maßnahme, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken“, erklärt die Zivildienstministerin. Durch die Neugestaltung der Tauglichkeitskriterien werde mit bis zu 500 Zivildienern mehr pro Jahr gerechnet. „Natürlich ist klar, dass jeder teiltaugliche Zivildiener einer individuell passenden Tätigkeit zugewiesen wird. Hier gibt es verschiedene Einsatzmöglichkeiten“, so Köstinger, die gemeinsam mit Verteidigungsministerin Klaudia Tanner den entsprechenden Ministerratsvortrag einbringt.

„Wir hatten einen konstruktiven Austausch und wir haben ein gemeinsames Ziel: Den Zivildienst zu sichern und zu stärken. Das schaffen wir nur gemeinsam, darum sehe ich in unserem Gipfel den Auftakt für den weiteren Dialog und eine enge Zusammenarbeit“, betont Köstinger.

Veröffentlicht am 10.03.2020