Köstinger: Landessieger für Auszeichnung "Zivildiener des Jahres 2019" stehen fest

Rund 100 Nominierungen eingegangen - Bundessieger wird Anfang Oktober aus Kreis der Landessieger gekürt

Seit dem Jahr 2008 werden "Zivildiener des Jahres" ausgezeichnet. Ziel ist, jene Zivildiener vor den Vorhang zu holen, die besonderen Einsatz gezeigt haben. Nun stehen die Landessieger des Jahres 2019 fest, die Anfang Oktober von Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger ausgezeichnet werden. Aus den Siegern der Bundesländer wird im Rahmen der Veranstaltung ein Bundessieger gekürt. "Die Beschreibungen der Zivildienst-Einrichtungen, warum ihre Kandidaten den Titel 'Zivildiener des Jahres' verdienen, sind wirklich ergreifend. Ich freue mich darauf, die Landessieger und den Bundessieger auszuzeichnen", betont Köstinger, die allen Nominierten herzlich gratuliert. "Jeder einzelne hätte den Titel 'Zivildiener des Jahres' verdient. Österreich kann sich auf seine Zivildiener verlassen!"

Landessieger 2019

Im Jahr 2019 wurden 14.660 Zivildiener zugewiesen. Zivildienst-Einrichtungen konnten Kandidaten für die Auszeichnung nominieren. Heuer wurden rund 100 Nominierungen aus ganz Österreich eingereicht. Eine Jury wählt einen Sieger pro Bundesland aus. In der Vergangenheit kam es auch vor, dass sich die Jury für zwei Landessieger in einem Bundesland entschieden hat – wie heuer bei Niederösterreich. Aus den Landessiegern wählt die Jury einen Bundessieger aus, der im Rahmen der Auszeichnungs-Veranstaltung im Oktober bekannt gegeben wird. 

Burgenland: Philip Lorenz war in der Dienststelle "Gesundheitsforum Burgenland Wohnhaus & Betreutes Wohnen" zur Unterstützung von Klienten und Betreuern eingesetzt. Vor allem sein respektvoller und empathischer Umgang mit den Bewohnern hat ihn ausgezeichnet. 

Kärnten: Julian Brandstätter war in der Dienststelle "Altenwohn- und Pflegeheim Haus Gmünd" u.a. im Bereich Reinigung und auch in der körperlich anstrengenden Zentralwäscherei tätig. Er hat "sein Bestes und noch mehr gegeben" - mit Humor und Tatendrang.  

Niederösterreich: Lukas Fahrngruber-Biernbaum wurde im Rahmen seiner Dienststelle "Amt der Landesregierung, Gruppe Land- und Forstwirtschaft, Abt. Landwirtschaftsförderung" einem landwirtschaftlichen Betrieb zugeteilt. Mit seiner besonnen und verlässlichen Art wurde er schon nach kurzer Zeit zum Ruhepol der vom Schicksal schwer getroffenen Familie. 

Niederösterreich: Jonathan Zeilerbauer war in der Dienststelle "Pflegewohnhaus Casa Kirchberg/Rabenstein, Casa Leben im Alter gGmbH" in der Seniorenbetreuung eingesetzt. Mit großem Engagement bereicherte er den Bewohnern den Alltag. Privat in der Blasmusik tätig, scheute er sich auch nicht davor, die Trompete in der Casa auszupacken und aufzuspielen. 

Oberösterreich: Bernhard Hirsch war in der Dienststelle "Pfarrcaritaskindergarten Ried in der Riedmark" tätig. Er hat auch seine Fähigkeiten als Tischler eingesetzt und mit den Kindern gemeinsam eine "Gatschküche" im Garten gebaut. 

Salzburg: Lukas Wechselberger war der Dienststelle "Seniorenwohnhaus Liefering" im Bereich Pflege und Seniorenhilfe zugewiesen. Durch sein hohes Maß an sozialer Kompetenz und seine fröhliche, offene Art haben ihn Bewohner und Betreuer schnell ins Herz geschlossen. 

Steiermark: Matthias Legat hat in der Dienststelle "Lebenshilfe Hartberg – Wohnhaus 2 Neudau" u.a. mit Hilfsdiensten, Botengängen und Besorgungen unterstützt. Mit kreativen Freizeitideen oder auch DJ-Künsten hat er den Alltag der Bewohner verschönert.  

Tirol: Sebastian Weyrer war in der Dienststelle "Heim St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern Innsbruck" tätig. Mit "unerschöpflicher Geduld, Einfühlungsvermögen und Besonnenheit" hat er den Bewohnern das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit ermöglicht. Er ging auf jeden einzelnen Bewohner ein, kannte innerhalb kürzester Zeit ihre Gewohnheiten und Vorlieben.  

Vorarlberg: Jonathan Denz half in der Dienststelle "Lebenshilfe Vorarlberg - Wohnhaus Hard" bei der Betreuung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf wie auch bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sein fast "magisches Gespür" für die Menschen hat ihn ausgezeichnet. 

Wien: Güney Kocamis war in der Dienststelle "Obdach Wurlitzergasse" tätig. Er hat so viel organisatorisches Talent, wie auch Empathie und Souveränität im Umgang mit den Nutzern gezeigt, wie es die Einrichtung noch nie so ausgeprägt bei einem ihrer Zivildiener erlebt hat.

Veröffentlicht am 09.09.2020