Köstinger: Hochwasserschutzmaßnahmen im Pielachtal

Bundesministerin Elisabeth Köstinger bei einem Lokalaugenschein der Wildbach-Baustelle Loitzenbach in Niederösterreich.

Am 6. März 2020 fand eine Baustellen-Besichtigung zu den Hochwasserschutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung am Loitzenbach in Rabenstein an der Pielach statt. Ende Juli 2016 kam es hier zu einem katastrophalen Hochwasserereignis, wodurch weite Siedlungsbereiche und Verkehrswege im Ortsraum von Rabenstein in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Das Pielachtal ist seit jeher ein Schwerpunktgebiet der Wildbach- und Lawinenverbauung in Niederösterreich, in dem jedes Jahr erhebliche Investitionen für den Schutz der Bevölkerung vor Hochwässern, Murenereignissen, Steinschlägen und Hangrutschungen getätigt werden“, so Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

Die Wildbach- und Lawinenverbauung, eine Dienststelle des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT), hat ein umfassendes Schutzprojekt mit Gesamtkosten von rund 4 Millionen Euro ausgearbeitet. Diese Investitionen werden vom BMLRT, dem Land Niederösterreich, der Marktgemeinde Rabenstein, dem niederösterreichischen Straßendienst und der NÖVOG getragen. Die gesamte Unterlaufregulierung wurde bereits fertiggestellt, sodass die neue Querung der Mariazeller Bahn und die Überfahrung des Mühlbaches durch das Gerinne möglich ist. Auch die neue Dorfaubrücke konnte bereits errichtet werden. „Neben der nachhaltigen Absicherung des Ortsraumes wurde der Loitzenbach so gestaltet, dass der Bach auch für die Bevölkerung wieder erlebbar und begehbar ist“, erläutert Bürgermeister Kurt Wittmann.

Damit im Zuge von Niederschlagsereignissen eine eventuell kritische Hochwasser- oder Geschiebefracht bei der Querung der Mariazeller Bahn sofort erkannt wird, kommt hier erstmals in Niederösterreich das Mobile Sicherheits- Notfalls- System (Mobile Security Emergency System) MOSES, welches von der Firma Sommer-Messtechnik entwickelt wurde, zum Einsatz.

Die Vertreter der Wildbachverbauung Christian Amberger und Eduard Kotzmaier betonen, dass mit diesem Projekt insbesondere durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen Beteiligten rasch und effizient der nachhaltige Schutz für den Ortsraum von Rabenstein hergestellt werden kann.

Veröffentlicht am 06.03.2020

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