Köstinger: Einkommen in Land- und Forstwirtschaft stagnierten 2019

Grüner Bericht zeigt schwierige Situation der Land- und Forstwirtschaft

Die durchschnittlichen Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft je Betrieb sind gegenüber 2018 von 28.035 auf 27.966 Euro leicht gesunken. Damit stagniert die Einkommensentwicklung in der Land- und Forstwirtschaft und liegt nun auf dem Niveau von 2016. Diese Zahlen gehen aus dem Grünen Bericht 2019 hervor, der heute dem Ministerrat vorgelegt wird. Für den Bericht wurden Buchführungsdaten von 1.926 land- und forstwirtschaftlichen Betriebe ausgewertet.

„Die Einkommen stagnieren und liegen wieder auf dem Niveau von 2016. Auch das Haushaltseinkommen – also inklusive anderer Einkommensteile - ist insgesamt rückläufig. Diese Entwicklung zeigt, dass die Entlastung für die Land- und Forstwirtschaft zwingend notwendig ist“, betonte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. „Ebenso zeigt sich, dass unsere Landwirtschaft den regionalen Konsum braucht, diesen wollen und werden wir weiterhin stärken.“

Ausschlaggebend für die Einkommensverluste waren unter anderem die große Trockenheit und die damit verbundenen Forstschäden. Dauerkulturbetriebe (Obst- und Weinbau) verzeichneten einen Rückgang von -31 Prozent. Veredelungsbetriebe (Tierhaltende Betriebe) haben mit Zuwächsen von +49 Prozent spürbar profitiert. Positiven Einfluss auf die Einkommen haben u.a. die höheren Schweinepreise, aber auch die Zunahme der Förderungen bei den Agrarumweltmaßnahmen (ÖPUL) haben sich positiv ausgewirkt. Betriebe mit Direktvermarktung, Heurigenbetrieb oder „Urlaub am Bauernhof“-Angeboten konnten ebenfalls Zuwächse verzeichnen.

Generell negativ auf die Einkommensentwicklung wirkten sich vor allem mehr Borkenkäferschadholz, stark gesunkene Holzpreise, höhere Kosten für Tierzukäufe, Futtermittel, Energie und Instandhaltungen sowie niedrige Erzeugerpreise im Obst- und Weinbau und gesunkene Preise bei der Rinderhaltung aus. „Die Preis- und Marktsituation wird immer schwieriger vorhersehbar. Besonders beim Schweinepreis war das spürbar. Krisensituationen, wie die Afrikanische Schweinepest aber auch jetzt die Coronavirus-Krise, wirken sich sofort auf den Preis aus. Wir werden daher die Stabilisierung der Märkte immer im Fokus behalten. Die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten ist dabei ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg“, erklärt Köstinger abschließend.

Veröffentlicht am 09.09.2020

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