Kritierienkatalog für Green Events

Die folgenden Themen und Maßnahmen dienen als Leitfaden bei der Organisation und Durchführung von Green Meetings und Green Events.

Umweltmanagement

  • Nutzung von Dienstleistern, Produkten und Locations mit Umweltzeichenzertifizierung, EMAS-Betrieben und klima:aktiv Partnern (insbesondere Hotels, Caterer, Druckereien, Mobilitätsdienstleister) oder Fair Trade Siegel-Trägern
  • Zertifizierung der Veranstaltungen nach dem Umweltzeichen für Green Meetings

Klimaschutz und Mobilität

  • Ermöglichung und aktive Bewerbung  derAnreise ohne PKW
  • Sonderangebote für öffentliche Verkehrsmittel (z.B. Kombiticket)
  • Erreichbarkeit der Unterkünfte zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Shuttledienst und Einsatz umweltfreundlicher Fahrzeuge
  • Ausreichend sichere Fahrradabstellplätze

Veranstaltungsort und Unterkünfte

  • Nutzung bestehender Gebäude, Parkplätze und Routen
  • Energieeffiziente Gebäudeinfrastruktur
  • Erstellung eines Schutzkonzeptes mit den Umweltbeauftragten vor Ort bei Veranstaltungen in der Natur
  • Vollständiger Rückbau temporärer Gebäude
  • Abfallwirtschaftskonzept für den Veranstaltungsort
  • Unterkunftsbetriebe mit Umweltzertifizierung

Beschaffung, Material- und Abfallmanagement

  • Abfallmanagementkonzepte in den Locations und Abfallkonzept für die Veranstaltungen
  • Mehrweggeschirr, Mehrwegbecher und Ausschank aus Mehrweg- oder Großgebinden
  • Reduktion des Papiereinsatzes (u.a. durch elektronische Medien und online-Systeme)
  • Publikationen, Handouts, Kopien etc. auf Recycling- oder Umweltzeichen-Papieren (www.va-oekokauf.at)
  • Umweltverträgliche Schreibgeräte und Blocks (www.bueroeinkauf.at)
  • Bei Dekorationen auf die Verwendung regionaler und saisonaler Blumen achten
  • Verwendung sozial und ökologisch verträglicher „Give-Aways” oder gänzlicher Verzicht
  • Beschaffung von Produkten, die sich an den Kriterien des NABE-Aktionsplans orientieren (www.nachhaltigebeschaffung.at).

Verpflegung

  • Regionale, saisonale und Bio-Produkte
  • Fair gehandelte Produkte
  • Vegetarische Gerichte
  • Ressourcenschonende Produktion und Reduktion der Lebensmittelabfälle
  • Angebot von Leitungswasser oder Trinkbrunnen
  • Caterer mit Umweltzeichen (ev. auch Bio-Zertifizierung)

Energie und Wasser

  • Stromversorgung über das öffentliche Netz (wenn vorhanden)
  • Einsatz energieeffizienter Veranstaltungstechnik
  • Strombezug aus erneuerbaren Energiequellen
  • bestmögliche Nutzung von Videokonferenzen zur Reduktion der
    mobilitätsbedingten CO2-Emissionen (insbesondere in der Vorbereitungsphase)
  • Abgeltung der veranstaltungsbedingten CO2-Emissionen in Kombination mit CO2-Kompensation
  • Wassersparende (Sanitär-) Einrichtungen und Geräte
  • Umweltfreundliche mobile Komposttoiletten oder umweltzertifizierte Sanitärzusätze

Soziale Verantwortung

  • Gender Mainstreaming und Diversity bei Organisation und Programmgestaltung
  • Fairplay im Sport
  • Barrierefreier Zugang und Unterstützung für Menschen mit Behinderung
  • Lärmvermeidung bzw. Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte
  • Anrainerinnen und Anrainer-Information (z.B. über auftretende Verkehrsbelastungen)
  • Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Initiativen und regionalen NGOs bei Großveranstaltungen
Veröffentlicht am 01.07.2018