Bauern retten die Zuckerfabrik - 38.000 Hektar Anbaufläche sind erreicht

Als vor einigen Wochen die mögliche Schließung einer Zuckerfabrik in Leopoldsdorf publik wurde, hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger alle Beteiligten an einen Tisch geholt. Am 17.09.2020 wurde der „Pakt zur Rettung des heimischen Zuckers“ geschlossen. Ein Ziel war die Erhöhung der Anbaufläche auf 38.000 Hektar, das nun erreicht ist, womit die heimischen Rübenbauern ihren Teil des Paktes erfüllt haben.

„Für viele Landwirte war der Anbau von Rüben in den letzten Jahren nicht mehr attraktiv. Schädlingsdruck, fallende Preise und Produktionsausfälle haben dazu geführt. Die heimische Zuckerproduktion war damit in akuter Gefahr. Wir wollen und müssen die Selbstversorgung unseres Landes mit Rübenzucker aus Österreich sichern, damit wir nicht von Importen abhängig sind. Das geht nur, wenn wir unseren Rübenbauern eine Perspektive geben. Mit dem Pakt setzen wir die richtigen Maßnahmen um“, erklärt Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.

Im Rahmen des Paktes wurde ein Maßnahmenbündel vereinbart. Bund, Länder, Landwirtschaftskammer, Rübenbauern und AGRANA haben sich zu diesen Maßnahmen bekannt, um die Produktion in Österreich und damit auch die Eigenversorgung sicherzustellen.

Die Maßnahmen „Pakt zur Rettung des heimischen Zuckers“ im Überblick

  • Bund und Länder leisten eine Prämie von 250 Euro pro Hektar, wenn der erste Anbau durch Schädlinge vernichtet wurde und die Landwirte auf dieser Fläche erneut Rüben nachbauen.
  • Länder bekennen sich zur Absicherung der Produktion und Ausweitung der Anbauflächen.
  • AGRANA
    - Abnahmeverträge garantiert.
    - Bereitstellung von Saatgut zugesagt.
    - Übernahme der Saatgut-Kosten beim Wiederanbau.
  • Rübenbauernbund und Landwirtschaftskammer
    Informationskampagne, um Bäuerinnen und Bauern davon zu überzeugen, auch im nächsten Jahr Zuckerrüben anzubauen.
    Ziel von 38.000 Hektar Anbaufläche, um die Produktion sichern zu können, ZIEL ERREICHT! Größte Flächen in Niederösterreich und Oberösterreich.
Veröffentlicht am 10.11.2020, Pflanzliche Produktion (Abteilung II/5)