CORONA-Hilfsfonds für die Land- und Forstwirtschaft

Der CORONA-Hilfsfonds wurde eingerichtet, um österreichischen Unternehmen zu helfen, die durch die COVID 19-Krise in Liquiditätsengpässe geraten sind. Der Fonds ist mit 15 Milliarden Euro dotiert und hilft auch land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, Umsatzausfälle, Fixkosten und Werteverlust von Waren abzufedern.

Der Hilfsfonds steht allen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zur Verfügung und beinhaltet zwei Instrumente:

1. Überbrückungsgarantien für land- und forstwirtschaftliche Betriebe:

Zum Ausgleich von Umsatzausfällen haben Sie die Möglichkeit, über Ihre Hausbank Überbrückungsgarantien für Kredite zu beantragen.Die Laufzeit beträgt maximal fünf Jahre. Abhängig vom Kreditrahmen stehen drei Garantievarianten zur Verfügung.

100% Garantie:

  • für die landwirtschaftliche Urproduktion bei einem maximalen Kreditrahmen von 100.000 €;
  • für Unternehmen des Fischerei- und Aquakultursektors bei einem maximalen Kreditrahmen von 120.000 €;
  • für andere KMU bei einem maximalen Kreditrahmen von 500.000 €;

Die Zinssatzobergrenze beträgt 0 % p.a. fix in den ersten 2 Jahren, danach 3-Monats-Euribor + 0,75%, tilgungsfrei bis 1.1.2021.

90% Garantie:

  • für einen Kreditrahmen von maximal 27,7 Mio.€. Die konkrete Obergrenze bemisst sich nach dem Liquiditätsbedarf bzw. nach der doppelten Lohn- und Gehaltssumme oder 25 % des Jahresumsatzes des Jahres 2019;

Die Zinsobergrenze beträgt 1%p.a.fix.

80% de minimis Garantie:

  • für einen Kreditrahmen von maximal 1,5 Mio. €;

Der Zinssatz ist variabel.

Einreichfrist für alle Kredite bzw. Garantien ist der 15.12.2020. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.aws.at sowie unter der Hotline: +43 1 501 75-500 (Montag - Sonntag: 08:00 bis 17:00 Uhr).

2. Fixkostenzuschüsse

Dabei handelt es sich um steuerfreie, nicht rückzahlbare Zuschüsse zur Deckung von Corona bedingten Fixkosten. Der Zuschuss ist gestaffelt und wird unter folgenden Voraussetzungen gewährt:

  • Sitz oder Betriebsstätte und operative Tätigkeit in Österreich;
  • Der Betrieb erleidet zwischen den 16.03.2020 und 15.09.2020 einen Umsatzausfall von zumindest 40%, der durch die Ausbreitung von COVID-19 verursacht ist. Für die Berechnung kann ein gewisser Betrachtungszeitraum gewählt werden;
  • Der Betrieb muss zumutbare Maßnahmen gesetzt haben, um Fixkosten zu reduzieren;
  • Der Betrieb darf sich am 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben, kein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Voraussetzungen für ein Insolvenzverfahren gegeben sein;

Weiterführende Informationen zur Bemessungsgrundlage finden Sie auf der Webseite des BMF. Anträge zu Fixkostenzuschüsse können ab 20.05.2020 bis spätestens 31.08.2021 über FinanzOnline gestellt werden.

Veröffentlicht am 20.05.2020, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung (Sektion II)