Einkommen in Land- und Forstwirtschaft stagnierten 2019

Steigende Schweinepreise, Trockenheit und Borkenkäfer als maßgebliche Faktoren

Die durchschnittlichen Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft je Betrieb sind im Vergleich von 28.035 Euro 2018 auf 27.966 2019 leicht gesunken. Für diese Einkommensanalyse wurden die Buchführungsdaten von 1.926 land- und forstwirtschaftlichen Betriebe ausgewertet. Gründe für dieses leichte Absinken sind höhere Schweinepreise, grassierende Trockenheit und Borkenkäfer-Befall.

Die Einkommensentwicklung zum Vorjahr war je nach Betriebsform sehr unterschiedlich: Die größten Zuwächse konnten die Veredlungsbetriebe (+33,4 Prozent) vor allem durch den Anstieg des Schweinpreises, verzeichnen. Den stärksten Einkommensrückgang gab es aufgrund der Trockenheit bei den Dauerkulturbetrieben (-35,8 Prozent). Das Einkommen der landwirtschaftliche Gemischtbetriebe (u.a. mit Direktvermarktung, Heuriger, Urlaub am Bauernhof) stieg im Schnitt um 6,1 Prozent.

 

Gründe für die Einkommensentwicklung

Die Einkommensentwicklung der Bauern und Forstwirte wird von öffentlichen Geldern bei den Agrarumweltmaßnahmen (ÖPUL), bei besseren Erträgen aus der Direktvermarktung, vom Heurigenbetrieb, von Urlaub am Bauernhof, von höheren Schweinepreisen und von höhere Erntemengen bei Getreide, Hack- und Ölfrüchten positiv beeinflusst.

Negative Auswirkungen hatten Borkenkäferschadholz, stark gesunkene Holzpreise, höhere Kosten für Tierzukäufe, Futtermittel, Energie und Instandhaltungen sowie niedrige Erzeugerpreise im Obst- und Weinbau und auch gesunkene Preise bei der Rinderhaltung.

Veröffentlicht am 17.07.2020, Agrarpolitik, Datenmanagement und Weiterbildung (Abteilung II/1)