Regionale Lebensmittel als Wirtschaftsmotor

Landesagrarreferenten-Konferenz setzt auf Maßnahmenpaket: Regionale Lebensmittel und ihr Bedeutung als Wirtschaftsmotor für den ländlichen Raum standen am Donnerstag, 4. Juni, im Mittelpunkt der Landesagrarreferenten-Tagung mit Ministerin Elisabeth Köstinger in Traunkirchen.

In der Corona-Krise wurde offensichtlich, dass eine funktionierende Lebensmittelproduktion auch entscheidend zur nationalen Sicherheit beiträgt.

Regionale Lebensmittel weisen in Österreich aufgrund der naturverträglichen Herstellung und der kurzen Transportdistanzen eine sehr positive Ökobilanz auf.

Ein neues Maßnahmenpaket sieht folgende Punkte vor:

  • Stärkerer Fokus auf kleine und regionale Lieferanten in der öffentlichen Beschaffung durch kleinere Vergabelose und angepasste Vergaberichtlinien.
  • Erarbeitung eines österreichweiten Aktionsplans „Österreich isst regional“ zur Beschaffung heimischer Lebensmittel samt Kriterien für Lebensmittel und Verpflegungsdienstleistungen in Abstimmung zwischen Bund und Ländern.
  • Gemeinsames Projekt der Bundesbeschaffungsagentur als wichtiger Baustein. Ziel ist eine 100 Prozent regionale und saisonale Beschaffung - verankert im Regierungsprogramm.

Diskutiert wurde außerdem die Farm to Fork („Vom Hof auf den Tisch“) Strategie der Europäischen Kommission, die vergangene Woche präsentiert wurde.

In der Strategie werden unter anderem Ziele zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent, Düngemitteln um 20 Prozent und die generelle Reduktion der landwirtschaftlichen Nutzfläche genannt.

Veröffentlicht am 05.06.2020, Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung (Sektion II)