Initiative „Österreich isst regional“ stärkt regionale Lebensmittelproduktion

Bund geht bei regionaler Beschaffung mit gutem Beispiel voran.

Künftig sollen bei öffentlichen Ausschreibungen und Beschaffungen regionale Produkte mit anerkannter Qualität den Vorzug erhalten. Der Bund will mit Initiative "Österreich isst regional" die regionale Beschaffung der öffentlichen Hand stärken.

Die Produktion von regionalen Lebensmitteln soll langfristig abgesichert werden. Der Bund geht dabei mit gutem Beispiel voran und will mit der Initiative „Österreich isst regional“ regionalen und saisonalen Produkten den Vorzug geben.

Die öffentliche Beschaffung und die Großküchen erzeugen dabei Hebelwirkung. So wird auch die Parlaments-Gastronomie künftig mit gutem Beispiel vorangehen und verstärkt auf regionale Qualität setzen.

Öffentliche Kantinen werden dabei unterstützt, Lebensmittel regional zu beschaffen. Wer regional kauft, stärkt bäuerliche Familienbetriebe, schützt die Umwelt durch kürzere Transportwege und die Wertschöpfung bleibt im Land.

Rund 1,8 Millionen Menschen werden in Österreich täglich in Kantinen versorgt, rund 450.000 davon in öffentlichen Einrichtungen.

Das entspricht einem Wareneinsatz von 1,35 Millionen Euro pro Tag und mehr als 330 Millionen Euro pro Jahr in der öffentlichen Lebensmittelbeschaffung.

Drei von vier Österreichern wünschen sich eine Ausweitung des Angebots an regionalen Lebensmitteln. Die öffentliche Beschaffung hat ein großes Potenzial. Ziel ist die 100prozentige regionale und saisonale öffentliche Beschaffung bei Lebensmitteln.

Als nächster Schritt soll es mit der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) Hilfe bei der Koordination und Umsetzung ähnlicher Initiativen geben, beispielsweise in Krankenhausküchen, bei der Polizei, dem Bundesheer oder in Schulen und Kindergärten.

Veröffentlicht am 30.11.2020, Agrarische Wertschöpfungskette und Ernährung (Abteilung II/8)

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