Das Bild der Landwirtschaft in der Gesellschaft

Eine Studie des Marktforschungsinstituts KeyQUEST zeigt, dass die österreichische Bevölkerung die Landwirtschaft sehr positiv beurteilt. Der Großteil der Befragten ist überzeugt, dass die Landwirtschaft wesentlich für die Gesellschaft ist und es auch in Zukunft bleiben wird.

Der Großteil der österreichischen Bevölkerung hat ein positives Bild von der heimischen Landwirtschaft – das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts KeyQUEST ergeben. Die Studie hat sich mit dem Bild der Landwirtschaft in der Gesellschaft beschäftigt und auch ermittelt, welche landwirtschaftlichen Themen die Menschen in Österreich interessieren und welche Wünsche sie an die Landwirtschaft haben.

Die Studie wurde im Rahmen des Projekts "Innerlandwirtschaftliche Bildungsinitiative für Agrarkommunikation" (IBAK) auf Initiative der ARGE Bäuerinnen in Kooperation mit der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich (NTÖ) durchgeführt. Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat gemeinsam mit Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Josef Fradler vom Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich und Studienautor Johannes Mayr die Ergebnisse präsentiert.

94 Prozent haben ein positives Bild von der Landwirtschaft

94 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie ein positives Bild von der Landwirtschaft haben. 34 Prozent sehen die Landwirtschaft sogar sehr positiv. Bundesministerin Köstinger zeigt sich erfreut: „Man kann es nicht oft genug sagen: Es sind unsere Bäuerinnen und Bauern, die unser schönes Land so lebenswert machen! Tagtäglich produzieren sie Lebensmittel in Spitzenqualität mit höchsten Produktionsstandards. Sie pflegen unsere Naturlandschaften und bewirtschaften Almen wie auch unsere Wälder, die wir als Erholungsräume genießen. Das ist nicht selbstverständlich! Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Menschen in Österreich die Bedeutung unserer Landwirtschaft bewusst ist.“ Auffällig ist dabei, dass die Bäuerinnen und Bauern selbst ihr Image deutlich negativer beurteilen. Nur 51 Prozent von ihnen haben den Eindruck, dass die Gesellschaft sie positiv sieht.

Großes Bewusstsein zu Bedeutung und vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft

90 Prozent sind überzeugt, dass die heimische Landwirtschaft die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln sichert – dies ist sicher die Kernaufgabe der Bäuerinnen und Bauern und ihre offensichtlichste Leistung. Aber auch das Bewusstsein für weitergehende Bedeutung und Leistungen ist groß: 83 Prozent sind sich der Tatsache bewusst, dass die Landwirtschaft unsere Landschaft pflegt und so wesentlich zu unserem schönen Landschaftsbild beiträgt. Entsprechend sind 92 Prozent der Meinung, dass eine funktionierende Landwirtschaft wesentlich für die Lebensqualität im Land ist und 90 Prozent sehen Landwirtschaft als wichtigen Bestandteil der österreichischen Kultur. 83 Prozent sind auch überzeugt, dass landwirtschaftliches Wissen so wichtig ist, dass es verpflichtend in der Schule unterrichtet werden sollte.

Qualität, Herkunft und Tierwohl sind die interessantesten Themen

Laut der Studie sind für die Gesellschaft drei Themen besonders interessant: Qualität von Lebensmitteln, Umgang mit Tieren und die Herkunft von Lebensmitteln. 83 Prozent der Befragten kaufen bereits bewusst Produkte mit höheren Tierwohlstandards. 87 Prozent sind bereit, für Produkte mit höheren Tierwohlstandards mehr zu bezahlen.

Landwirtschaft wird auch in Zukunft als wichtig beurteilt

Der Beruf der Landwirtinnen und Landwirte wird auch in Zukunft wichtig für die Gesellschaft sein – davon sind 85 Prozent der Befragten überzeugt. Damit liegt die Landwirtschaft auf Platz zwei, noch vor Lehrerinnen und Lehrern, Forschung, Polizei und Sozialarbeit. Als wichtiger werden nur Ärztinnen und Ärzte bewertet. Daher ist es wichtig, dass junge Menschen den Beruf der Landwirtin oder des Landwirts als attraktiv erleben und ihn auch in Zukunft ergreifen wollen. Entscheidend dafür ist zum Beispiel, dass die heimische Landwirtschaft innovativ weiterentwickelt wird.

Veröffentlicht am 13.04.2021, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)

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