ÖPUL im Jahr 2018

2018 wurden im Rahmen von ÖPUL 443,66 Mio. Euro an 91.710 Betriebe ausbezahlt. Das sind 83 % aller INVEKOS-Betriebe. Die durchschnittliche Förderung je Betrieb betrug 4.838 Euro. Die Betriebe nehmen im Durchschnitt an 3,0 ÖPUL-Maßnahmen teil. Insgesamt wurden im Jahr 2018 in Summe 1.841.559 ha bzw. 81,7 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen Österreichs (ohne Almen) im ÖPUL gefördert.

Mit dem Österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL) wird die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen unterstützt.

Das ÖPUL 2015 umfasst die Maßnahme 10 Agrarumwelt und Klimamaßnahmen, Maßnahme 11 Biologischer Landbau, Maßnahme 12 Zahlungen im Rahmen von Natura 2000 und der Wasserrahmenrichtlinie und Maßnahme 14 Tierschutz des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014–20.

Das Agrarumweltprogramm hat eine weitgehend flächendeckende Teilnahme der österreichischen Landwirtschaft zum Ziel. Inhaltliche Schwerpunkte des Agrarumweltprogramms sind der Schutz der wertvollen Naturressourcen Wasser, Boden, Klima, Biodiversität und Kulturlandschaft.

Seit dem Jahr 2015 wird das 5. Agrarumweltprogramm (ÖPUL 2015) angeboten. Das ÖPUL 2015 besteht aus 24 Untermaßnahmen, die zum überwiegenden Teil in ganz Österreich angeboten werden. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Maßnahmen und zur Sonderrichtlinie mit den maßgeblichen Förderungsvoraussetzungen sind auf den Websites des BMLRT und der AMA verfügbar.

Österreich liegt mit dem hohen Anteil teilnehmender Betriebe und dem hohen Anteil der in die Agrarumweltmaßnahme eingebundenen Flächen im Spitzenfeld der EU-Mitgliedstaaten.

Im Zuge von drei Änderungen des ländlichen Entwicklungsprogramms 2014–20 wurden Anpassungen des Agrarumweltprogramms ÖPUL umgesetzt.

Mit dem Jahr 2017 wurde die Neueinstiegsmöglichkeit in die ÖPUL-Maßnahmen um ein Jahr verlängert, sodass eine weitere Steigerung der Teilnahmeraten zu verzeichnen war. Mit der Einführung einer neuen Tierwohlmaßnahme wird seit 2017 die Haltung von Schweinen und männlichen Mastrindern in besonders tiergerechten Ställen gefördert. Neben eingestreuten Liegeflächen ist ein erhöhtes Platzangebot für die Tiere vorgesehen.
Darüber hinaus wurde 2017 die Gebietskulisse der Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz“ ausgeweitet (Gebiet Oberösterreich), die Unterstützung von naturschutzfachlich wertvollen Pflegeflächen aufgenommen und Bundesländer-Top-ups auch im ÖPUL ermöglicht. 2018 wurde eine neue Maßnahme gem. Artikel 30 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 bezüglich Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Gebiet Graz bis Bad Radkersburg eingeführt und die Prämie für die Erhaltung von Landschaftselementen erhöht.
2019 wurden bei der Maßnahme „Anbau seltener landwirtschaftlicher Kulturpflanzen“ weitere Sorten aufgenommen

Veröffentlicht am 27.06.2019, Agrarumwelt (ÖPUL), Bergbauern und Benachteiligte Gebiete, Biologische Landwirtschaft (Abteilung II/3)