Digitalisierung: Die digitale Gemeinde kann mehr

Der ländliche Raum ist Wohnort, Nahrungsmittellieferant, Energieerzeuger und Standort der meisten mittelständischen Unternehmen in Österreich. Er ist auf eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Sie verbindet ihn auf kürzestem Weg mit der Zukunft. Durch die Digitalisierung können bisherige Standortnachteile des ländlichen Raums teilweise ausgeglichen werden. Sie sorgt dafür, dass Menschen in den Regionen neue wirtschaftliche Chancen nutzen und von modernem Bürgerinnen- und Bürgerservice profitieren können.

Handlungsoptionen

Telekommunikationsgesetz und Telekomeinrichtungen

Adaptionen im Telekommunikationsgesetz und in der Handhabung von Telekom-Einrichtungen stärken den gezielten Fortschritt der Digitalisierung im ländlichen Raum.

Telekommunikationsgesetz: Verankerung der Mitverlegung von Telekom-Leitungen in bestehenden Leerverrohrungen

Nachhaltige Änderung der Gebührenstruktur bei Telekomeinrichtungen

One-Stop-Shop für Telekom-Netzentwicklung - eine Behörde genehmigt den gesamten Netzausbau für ein Bundesland

Unterstützung durch die öffentliche Hand -> kostenloses Anbringen von Telekom Einrichtungen an allen Gebäuden oder Einrichtungen der unterschiedlichen Gebietskörperschaften

Zertifikat "Digitale Gemeinde" als Ausweis für Top-Infrastruktur und innovative digitale Bürgerservices

Das Zertifikat „Digitale Gemeinde“ erhöht die Attraktivität von Gemeinden als Lebens- und Wirtschaftsstandorte. Es unterstützt die gezielte Ansiedelung von Unternehmen und Familien in Gemeinden.

  • Intensivierung des flächendeckenden Breitbandausbaus (5G)
  • Abdeckung von Randlagen (extreme Einzellagen) mit alternativen Technologien
  • Empfehlung für eine Basis-IT-Infrastruktur für den mobilen Internetzugang in öffentlichen Einrichtungen
  • Zertifikat "Digitale Gemeinde" einführen

Digitale Kompetenzen ausweiten

In Tech-Labs werden aktuelle digitale Innovationen in Zusammenarbeit mit regionalen BildungsanbieterInnen und Unternehmen präsentiert. Kinder werden verstärkt an MINT-Fächer herangeführt und durch entsprechende Programme für Technik und Naturwissenschaft begeistert.

  • Frühe Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Interesses bei Schülerinnen und Schülern, technische Ausbildungen zu wählen.
  • Aus- und Weiterbildung der MINT-Lehrkräfte sowie Lehrpläne neu gestalten
  • Förderung von Tech-Labs in Kooperation mit Schulen, Hochschulen und lokalen Unternehmen

Zugang zu Online-Medien erleichtern

Gerade für ältere Menschen und jene, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können z.B. Online-Behördenwege oder Online-Kommunikation mit Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Personal eine große Erleichterung darstellen. ein auf die tatsächlichen Bedürfnisse abgestimmtes Bildungsangebot erleichtert ihren Einstieg in die Online-Welt.

  • Entwicklung einer Digitalen Inklusions-Strategie
  • Zielgruppenspezifische Bildungsangebote zum Erwerb des Basiskompetenzen

5) Breitband in Österreich – Evaluierungsbericht 2015, Hrg. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie; https://www.bmvit.gv.at/service/publikationen/telekommunikation/downloads/evaluierung2015.pdf

Veröffentlicht am 19.07.2017, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)

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