Investitionsprämie für Land- und Forstwirtschaft bewährt sich – Anträge bis Ende Februar möglich

Um die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe angesichts der anhaltendenden Herausforderungen der Coronakrise zu unterstützen, schnürte die Bundesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket. Zentraler Bestandteil ist die Covid-19-Investitionsprämie, die Betrieben dabei helfen soll, auch in der Krise notwendige Investitionen zu tätigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie die Zahlen zeigen, wird die Investitionsprämie von den Betrieben gut angenommen.

Der Erfolg der Investitionsprämie im landwirtschaftlichen Bereich kann sich sehen lassen: Bis 7. Februar wurden beim Austria Wirtschaftsservice bereits fast 33.000 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Milliarden Euro in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung gestellt. Das Fördervolumen liegt bei 314,2 Millionen Euro. Fast 40 Prozent der beantragten Investitionen erfüllen die ökologischen Kriterien, um die Förderungshöhe von sieben auf 14 Prozent zu verdoppeln.

Rahmenbedingungen

  • Anträge sind noch bis 28. Februar 2021 möglich.
  • Die Prämie gilt für alle Anlagen mit einem Investitionsbeginn vor dem 1. Juni 2021.
  • Der Durchführungszeitraum für Investitionen bis 20 Millionen Euro wurde auf den 28. Februar 2023 verlängert
  • Gefördert werden Investitionen ab 5.000 Euro.
  • Die Höhe des Zuschusses liegt bei sieben Prozent der förderfähigen Investitionen. Förderfähige Investitionen sind zum Beispiel der Bau einer neuen Getreidehalle oder der Kauf von Zuchttieren.
  • Für besonders ökologisch verträgliche Investitionen verdoppelt sich die Prämie auf 14 Prozent. Damit können beispielsweise Photovoltaikanlagen oder Biomasse-Anlagen gefördert werden.
  • Diese Prämie gibt es zusätzlich zu schon bestehenden Förderinstrumenten, solange die geltenden EU-Förderobergrenzen im Agrarbereich nicht überschritten werden.
  • Weitere Informationen stehen auf der BMLRT-Plattform www.landwirtschaft.at zur Verfügung.

Beispiele

  • Ein Landwirt investiert in eine Kreiselegge um 6.000 Euro netto. Für die Investition in dieses Anbaugerät erhält der Landwirt einen Zuschuss von 7 Prozent. Die Investitionsprämie beträgt somit 420 Euro.
  • Ein Landwirt rüstet die Gülleausbringung auf Schleppschlauchsystem um. Die Investition kostet 25.000 Euro netto. Für die Investition erhält der Landwirt einen Zuschuss von 14 Prozent (Ökologisierung). Die Investitionsprämie beträgt somit 3.500 Euro.
  • Eine Landwirtin investiert in die Erstellung einer neuen Homepage mit Online Shop für ihren Betrieb. Die Investition kostet 6.000 Euro netto. Für die Investition erhält die Landwirtin einen Zuschuss von 14 Prozent (Digitalisierung). Die Investitionsprämie beträgt somit 840 Euro.
Veröffentlicht am 11.02.2021, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)