25 Jahre EU-Förderungen in Österreich: WIFO bestätigt positive regionale Effekte

Das WIFO analysierte im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) die „Quantitativen Wirkungen der EU-Kohäsionspolitik in Österreich“. Ergebnis der WIFO Studie ist, dass die regionalen wirtschaftlichen Unterschiede seit dem EU-Beitritt 1995 abnahmen. Die EU-Gelder aus den Fördertöpfen EFRE (Regionalfonds), ELER (ländliche Entwicklung), ESF (Sozialfonds) sowie Fischereiförderung und Gemeinschaftsinitiativen sind somit treffsicher.

Die Details der umfangreichen Analyse wurden vom WIFO-Experten und Projektkoordinator Peter Mayerhofer am 05. März 2020 in der ÖROK-Geschäftsstelle der Öffentlichkeit präsentiert: Die EU-Förderungen wurden nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt. Es profitierten überwiegend die entwicklungs- und strukturschwachen Regionen in Österreich. Diese verzeichneten positive Effekte in der Wirtschaft, bei Beschäftigung und dem Steueraufkommen.

Für Projekte in Österreich wurden zwischen 1995 und 2017 14,7 Milliarden Euro an EU-Geldern investiert. Hinzu kam eine nationale Kofinanzierung aus Steuermitteln in Höhe von 16,3 Milliarden Euro. Insgesamt betrug das Fördervolumen für die Projekte somit 31 Milliarden Euro.

Laut WIFO-Studie wurden mit dem Geld – 1,3 Milliarden Euro pro Jahr – Wertschöpfungseffekte von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr erzielt und 30.000 Arbeitsplätze abgesichert. Man müsse bedenken, dass der Löwenanteil des Geldes auf Agrarförderung (Fonds ELER) entfällt, wo es um politische Ziele wie den Erhalt von Landwirtschaft und Landschaft gehe und nicht unbedingt um möglichst hohe Wertschöpfung, sagten die Experten. Agrarförderung sei etwas anderes als Förderung der Industrie.

Veröffentlicht am 17.04.2020, Koordination Regionalpolitik und Raumordnung (Abteilung V/5)