Informelle Videokonferenz der Fischereiministerinnen und -minister am 22. Februar 2021

Die Ministerinnen und Minister für Fischerei tauschten sich unter dem Vorsitz des portugiesischen Fischereiministers, Ricardo Serrão Santos, zu den Konsultationen der EU mit dem Vereinigten Königreich über Fangmöglichkeiten aus.

Der endgültige Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU am 31. Dezember 2020 ist eine große Herausforderung für die europäische Fischerei. So konnten die jährlichen Fangmöglichkeiten am AgriFish-Rat vom 15. bis 16. Dezember 2020 nur vorläufig bis zum 31. März 2021 beschlossen werden, da es zu diesem Zeitpunkt noch kein Abkommen mit dem Vereinigten Königreich gab. Dieses liegt nun vor und beinhaltet zur Festlegung der endgültigen Fangmöglichkeiten bis zum Jahresende 2021 die Notwendigkeit bilateraler Konsultationen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

Die Fischereiministerinnen und –minister diskutierten am 22. Februar 2021 den Vorschlag einer Position der EU für die Konsultationen mit dem Vereinigten Königreich. Neben der Höhe der erlaubten Fangmengen ging es dabei um Begleitmaßnahmen für besonders gefährdete Bestände, um verbotene Arten und um Möglichkeiten zum Tausch von Fangmöglichkeiten. Auch prozedurale Fragen zu Einbindung der Mitgliedstaaten in die Verhandlungen wurden erörtert, da aufgrund der Vergemeinschaftung der europäischen Fischereipolitik die Europäische Kommission die Verhandlungen führt.

Des Weiteren informierte die spanische Delegation über ihre Anliegen zur Vorbereitung der siebenten Verhandlungsrunde für ein neues Partnerschaftsabkommen zur nachhaltigen Fischerei mit Mauretanien.

Veröffentlicht am 23.02.2021, Abteilung EUKIA - EU-Koordination und internationale Angelegenheiten