Ressort GIS-Konzept 2020

Im Wirkungsbereich des BMLRT werden nicht nur Geografische Informationen und Systeme (GIS) verwaltet, verarbeitet, analysiert und der breiten Öffentlichkeit in adäquater Form zugänglich gemacht, sondern teilweise auch selbst erhoben. Hierzu ist der koordinierte Einsatz Geographischer Informationssysteme (GIS) in allen Ausprägungsformen und Bestandteilen (Soft- und Hardware, Geodaten) essentiell.

Eine Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) sowie dessen Dienststellen und Gesellschaften arbeiten tagtäglich mit einer großen Menge raumbezogener Daten unterschiedlichster Art und Inhalt. Innerhalb des BMLRT obliegt die GIS-Koordination federführend der Abt. II/1. 

Der Umfang der Koordinationstätigkeit verlangt für deren effizienten Durchführung bestimmte Richtlinien, die in einem regelmäßigen Zyklus im Ressort GIS-Konzept festgehalten werden. Zuletzt war dies im Jahr 2016 der Fall. Das gegenständliche Konzept dient dem BMLRT als Handlungswerkzeug, um den Vorgaben der EU-Richtlinie INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in the European Community) Rechnung tragen zu können sowie die operative Umsetzung bis 2025 zu beschreiben.

Kernpunkte der Umsetzung der zentralen Geodateninfrastruktur (GDI) sind: 

  • Bereitstellung einer zentralen INSPIRE konformen GDI zur optimierten Ressourcennutzung im Kontext der Datenhaltung bzw. INSPIRE konformer Netzdienste.
  • Gewährleistung der Aktualität der Daten durch standardisierte Prozesse der zentralen Beschaffung, Haltung, Pflege und Bereitstellung. Ebenso können insbesondere im Bereich der IT-Prozesse, Datensicherung, Bereitstellung- u.dgl. umfangreiche Synergien genutzt werden.
  • Aktive Kommunikation seitens der Ressort GIS Koordination (RGK) in Abstimmung mit den Geodatenstellen im Ressort bzw. seiner Dienststellen zur Bedarfserhebung an die zentrale Geodateninfrastruktur.
  • Fokussiert auf eine anwenderorientierte Handhabung soll die öffentliche Verwaltung einfacher und effizienter werden. Die Digitalisierung ist eine Querschnittsmaterie, die es aktiv aufzugreifen und voranzutreiben gilt. Ggf. muss eine umfassende Klärung regulativer Fragen und Schaffung von nötiger Infrastrukturen sowie die Definition von Schwerpunkten vorgenommen werden. Das Resort GIS gliedert sich in die Grundsätze der österreichischen Digitalisierungsstrategie perfekt ein. Grundsätzlich kann es sogar als der Motor der Digitalisierung bezeichnet werden. Die Disziplinen der Geoinformationssysteme sind Vorreiter für verschiedenste neue Prozesse im IT-Bereich wie z.B. bei Big Data oder Mustererkennung mittels Künstlicher Intelligenz  (KI).
Veröffentlicht am 04.03.2021, Agrarpolitik, Datenmanagement und Weiterbildung (Abteilung II/1)