Das Bio-Aktionsprogramm 2015-2022

Ziel des Bio-Aktionsprogramms ist, die biologische Landwirtschaft durch schwerpunktmäßige Maßnahmen zu fördern und maßgeblich weiterzuentwickeln.

Das Bio-Aktionsprogramm wird verlängert

Aufgrund der Verlängerung der GAP-Periode bis 2022 wird auch das Bio-Aktionsprogramm verlängert und wo notwendig aktualisiert.

Die Förderung der biologischen Landwirtschaft hat seit dem Beginn der 1990er Jahre in Österreich einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2001 wurde das erste Bio-Aktionsprogramm durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gestartet, 2003, 2005 und 2008 weitere beschlossen.

Da die Maßnahmen des Bio-Aktionsprogramms 2008-2010 erfolgreich waren (weitere Zunahme der Bio-Flächen und des Absatzes von Bio-Lebensmitteln) und es zu keinen wesentlichen neuen Maßnahmen kommt, blieb dieses hinsichtlich der Ziele und Maßnahmen bis 2014 weiter in Kraft.

Auch das Bio-Aktionsprogramm 2015-2022 setzt auf mehrere Themenbereiche und Umsetzungsmaßnahmen. Ein zentrales Element für die Weiterentwicklung der biologischen Landwirtschaft ist das Förderprogramm Ländliche Entwicklung mit folgenden Schwerpunkten:

Agrarumweltprogramm ÖPUL: bis zu 200 Mio. EUR gehen an Biobetriebe, das sind mehr als 40% der gesamten ÖPUL-Förderungen.

In den Berggebieten Österreichs gibt es besonders viele Biobauern, deswegen erhalten diese auch über ¼ der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete.

Biobonus (höherer Zuschuss, bessere Bewertung im Auswahlverfahren) bei Förderungen der Investitionen, Verarbeitung und Vermarktung, Bildung, Information und Absatz.

Aber auch nachfolgende Maßnahmen werden wichtige Beiträge leisten:

Besondere Unterstützung wichtiger Bereiche wie Forschung und das Schulwesen (insbesondere HBLFAs).

Schwerpunktsetzungen in den Bereichen Marktanalysen, Information gewerblicher Verarbeiter und Vermarkter, Produktentwicklung, Qualitätssicherung, sowie Markterschließung.

Folgende Initiativen unterstützen schon jetzt die Umsetzung des Bio-Aktionsprogramms:·

„Mehr Bio-Betriebe": Forcierung der Informationsoffensive über die Bio-Verordnung und spezielle Aktivitäten um Biobetriebe hinzuzugewinnen und besonders auch Bio-Aussteiger zum Wiedereinstieg zu bewegen.

„Mehr Bio-Projekte“: LE-Projektmaßnahmen attraktiver gestalten und besser nutzen: zum Beispiel Investitionsförderung mit höheren Zuschüssen (Prozentsätzen) durch Kombinationen mit Bergbauern- und Junglandwirtezuschuss und Genehmigung einer Vielzahl von Bio-Bildungs-, Absatzförderungs- und Innovationsprojekten.

„Mehr Bio im ÖPUL: Biobetriebe erhalten eine verbesserte Prämie wenn sie im Rahmen der ÖPUL-Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ Biodiversitätsflächen anlegen. Das heißt, dass ein Biobetrieb für seine Biodiversitätsflächen 230 Euro/Hektar erhalten soll, also dieselbe Prämie wie für seine Ackerflächen.

 „Mehr Bio-Produkte“: Exportoffensive durch Agrarmarkt Austria und Wirtschaftskammern und mehr Bio in den öffentlichen Einrichtungen.

„Mehr Bio-Bewusstsein“: Starke Bio Austria, positive Darstellung des Biosektors, intensivere Kooperationen.

Zusätzlich ist für 2021 und 2022 ein Zuschlag in der ÖPUL-Maßnahme UBB für Biobetriebe geplant und in der ÖPUL-Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ soll die konventionelle Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen ermöglicht werden.

 

 

Veröffentlicht am 21.12.2020, Agrarumwelt, Bergbauern und benachteiligte Gebiete, Biologische Landwirtschaft (Abteilung II/3)