Kärnten: Waldbrand in Eisenkappel-Vellach und geplante Maßnahmen

Am 9. Mai 2020 kam es in der Marktgemeinde Eisenkappel-Vellach im Bezirk Völkermarkt zu einem über mehrere Tage andauernden Waldbrandereignis.

Durch anhaltenden starken Wind und extreme Trockenheit breitete sich der Brand in einer Seehöhe von rund 700 bis 1.000 Meter auf rund 23 Hektar aus. Insgesamt waren 11 Hubschrauber, 86 Feuerwehren, 145 Einsatzfahrzeuge, 2 Katastrophenzüge (KAT) und rund 680 Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung im Einsatz.

Waldbrandfläche Leppen

Die betroffene Waldbrandfläche Leppen war bereits im Jahr 2018 vom Sturmtief „Yves“ stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Unmittelbar vor dem Waldbrand wurde vom Waldbesitzer, unter fachlicher Begleitung durch die Bezirksforstinspektion Völkermarkt, eine großflächige Aufforstung durchgeführt. Das aus Mitteln des Österreichischen Programmes für Ländliche Entwicklung 2014-2020 geförderte Projekt wurde nun durch den Brand völlig zerstört.

Situation nach Waldbrandereignis

Es ergeben sich aufgrund der vorgefundenen Situation nach dem Waldbrand neue Gefährdungsabschätzungen. Es ist demnach mit einer erhöhten Bodenerosion bei Starkniederschlägen zu rechnen, verbunden mit einer Verschärfung des Abflussgeschehens beim Zubringerbach zum Leppenbach, an dessen Grabenausgang sich ein bewohntes Gebäude befindet. In der steilen Waldbrandfläche können des Weiteren Wurzelteller in Bewegung geraten die möglicherwiese bis zur Landesstraße am Hangfuß abrollen, da der Baumbewuchs beinahe zur Gänze fehlt. Der stark befahrene Straßenabschnitt ist aufgrund der nun vorherrschenden Situation auf einer Breite von ca. 50 Metern betroffen.

Geplante Maßnahmen

Die Maßnahmen zur Sanierung bzw. Wiederherstellung der Schutzfunktion des Waldes auf der betroffenen Fläche, werden von der WLV in Abstimmung mit dem Landesforstdienst so rasch wie möglich durchgeführt. Geplant sind technische Verbauungs- und Sicherungsmaßnahmen um der Gefährdung des Wohnhauses und der Landesstraße durch Wurzelteller, Steinschlag, Lawinen und Vermurung vorzubeugen. Um auch einen langfristigen natürlichen und ökologischen Schutz zu erzielen wird eine Begrünung und neuerliche Aufforstung mit standortgerechten Baumarten durchgeführt.

Veröffentlicht am 26.05.2020, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)

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