Niederösterreich: Steinschlagschutznetz verhindert großen Schaden

Im Jahr 2018 wurde durch die Gebietsbauleitung Niederösterreich West der Wildbach- und Lawinenverbauung in der Marktgemeinde Lunz am See ein Steinschlagschutznetz zur Sicherung zweier Anwesen in Klein-Großau errichtet.

Aufgrund einer geologischen Fachplanung wurde hierfür ein massives 90 Meter langes Steinschlagschutznetz mit einer wirksamen Höhe von drei Meter eingesetzt. Seit der Fertigstellung sind bereits öfters mehrere kleine Blöcke vom Netz aufgehalten worden. Letzthin musste das Schutzsystem erstmals richtig beweisen, was es kann:

Ein rund zwei Tonnen schwerer Einzelblock hat sich im Steinschlagnetz verfangen und so dem Stein seine kinetische Energie entnommen. Moderne Drahtseil-Verbauungen sind äußerst nachgiebig, sodass sie auch größere Felsblöcke auffangen können, ohne zu reißen.

Ein Einschlag hätte die bergseitige Front des Gebäudes mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit massiv beschädigt oder durchschlagen.

Das oberhalb des Wohnhauses errichtete Schutzsystem brachte den Block sicher zum Stillstand und konnte so beträchtlichen Sachschaden oder im schlimmsten Fall auch Personenschaden verhindern.

Veröffentlicht am 27.11.2020, Wildbach- und Lawinenverbauung und Schutzwaldpolitik (Abteilung III/4)

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